Microsoft unter Volldampf:
Mit Rekord-Bilanzen in die Zwanziger

In Redmond ist das Cloud-Fieber inzwischen voll ausgebrochen. Die Azure-Dienste und auch die darauf aufbauenden Office-Produkte be­scheren Microsoft neue Rekordergebnisse. Selbst die erwartungsfrohen Prognosen wurden deutlich übertroffen.
Microsoft, Redmond, Campus, Headquarter
Getty Images / Microsoft Presse
Der Konzern ist inzwischen bei Einnahmen in Höhe von 36,9 Milliarden Dollar binnen drei Monaten angekommen. Die Analysten hatten hier mit 35,7 Milliarden Dollar gerechnet, was an sich auch schon ein glänzendes Ergebnis gewesen wäre. Unterm Strich verblieb dann am Ende des zweiten Geschäftsquartals ein satter Nettogewinn von 11,6 Milliarden Dollar.

Die Bereiche Cloud und Produktivität kamen jeweils auf einen Umsatz von 11,8 Milliarden Dollar, wobei die Cloud-Sparte ihre Einnahmen um 29 Prozent und der Office/Business-Bereich um 17 Prozent gesteigert hatte. Die Azure-Services als Kern des Cloud-Geschäftes konnte sogar um 64 Prozent zulegen. Das Microsoft-Management sieht sich somit weiter auf einem guten Weg, den aktuell noch immer amtierenden Marktführer AWS von Amazon bald stellen zu können. 2020Q2: Microsoft-UmsatzUmsatz-Entwicklung Microsofts

Xbox schwächelt erwartungsgemäß

Der große Bereich "More Personal Computing", in dem sowohl Windows als auch die Surface-Hardware und das Gaming-Geschäft rund um die Xbox angesiedelt sind, konnte zwar auch zulegen, aber nur um magere 2 Prozent auf 13,2 Milliarden Dollar. Vor allem die Xbox bremst hier aktuell. Da eine komplett neue Konsolen-Generation absehbar ist, gehen die bestehenden Systeme nicht mehr so schnell über die Ladentheken.

Dafür läuft das Geschäft mit Windows-Lizenzen aktuell ziemlich gut. Denn das Ende des Supports für Windows 7 bringt dann doch noch einmal mehr Nutzer und auch PC-Hersteller dazu, zusätzliche Lizenzen für das neuere Windows 10 einzukaufen. Mit einem Umsatz von 1,9 Milliarden Dollar ist auch die Surface-Linie inzwischen zu einem ordentlichen Faktor in den Bilanzen der Redmonder geworden und so mancher klassische PC-Hersteller dürfte sich aktuell danach sehnen, einen solchen Absatz verbuchen zu können.

Siehe auch: 10 Jahre iPad: Microsoft sah von Anfang an existenzielle Bedrohung



Microsofts Aktienkurs in Euro
Beliebte Microsoft-Downloads
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!