Too big to fail: Intel springt in schlechten Zeiten auf Rekordergebnisse

Intel, Prozessor, Cpu, Prozessoren, Core i7, Core i5, Core I3, Comet Lake Bildquelle: Intel
Der Chiphersteller Intel schafft es ziemlich geschickt, die aus den Liefer­schwierigkeiten resultierenden Probleme zu umschiffen. Die festen Abkommen mit den großen Betreibern von Datenzentren lassen die Kasse immer weiter klingeln. Im Cloud-Geschäft konnte Intel seinen Umsatz so um satte 19 Prozent auf 7,2 Milliarden Dollar im letzten Quartal ausbauen. Ohne dieses Segment sähe es weniger gut aus. Denn im traditionellen Vertrieb von CPUs an PC-Hersteller und -Nutzer hinterließen die Lieferschwierigkeiten und auch die neu erwachsene Konkurrenz in Form von AMD sichtbare spuren. Nur die unerwartet positive Entwicklung des PC-Marktes, der zuletzt um 4,8 Prozent zulegte, ließen hier Intels Einnahmen leicht um 2 Prozent auf 10 Milliarden Dollar klettern.

Der gesamte Konzern kam so letztlich auf einen Umsatz von 20,21 Milliarden Dollar. Das entspricht gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres einem Wachstum um 8 Prozent. Die Zielsetzung von 19,23 Milliarden Dollar wurde damit klar übertroffen und Intel schaffte es sogar erstmals, die 20-Milliarden-Marke zu übertreten. Die lukrativen Geschäfte im Server-Bereich sorgten auch dafür, dass der Nettogewinn von 5,2 Milliarden auf 6,91 Milliarden Dollar anzog.


Ausblick ist schwierig

Trotzdem war beim Management während der Vorstellung der neuesten Bilanzen von Euphorie wenig zu spüren. Hinsichtlich der Prognosen für die kommenden Monate gab sich Firmenchef Bob Swan sichtbar zurückhaltend. Denn es sei nur sehr schwer abzuschätzen, wie sich die Verkäufe an die Cloud-Betreiber in der Zukunft entwickeln werden. Gerade in diesem Segment wirken sich Veränderungen in der Produktpalette und auf dem Gesamtmarkt immerhin stets mit einiger Verzögerung aus.

So stößt AMD beispielsweise mit seinen neuen Epyc-Chips auf reges Interesse. Ob es dem Unternehmen gelingt, diese aber in großem Stil in Cloud-Datenzentren zu platzieren, kann noch niemand sagen. Schließlich gehört hier mehr dazu als eine gute CPU - langfristige Verlässlichkeit beispielsweise, denn jeder Wechsel der Hersteller-Plattform bringt hier hohe Kosten mit sich.

Siehe auch: Intel-Engpässe noch ganz 2020: Server-Hersteller empfiehlt alte CPUs

sentifi.com

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