Verbot von Online-Glücksspiel fällt - Länder arbeiten an den Regeln
Glücksspiel-Angebote sind auch im Internet illegal. Das soll sich nun aber ändern. Die Bundesländer wollen gemeinsam an Regelungen arbeiten, die Nutzern bald Online-Pokerrunden oder den Besuch digitaler Casinos erlauben sollen.
Das Glücksspiel unterliegt offline strengen Auflagen und einer entsprechenden Überwachung. Da es bisher keine Regelungen gab, wie dies auch Online organisiert werden könnte, waren entsprechende Angebote weitgehend verboten. Das soll sich nun aber in kontrolliertem Rahmen ändern können, was wohl auch daran liegen wird, dass Spieler ohnehin entsprechende Angebote nutzen, nur aktuell eben unkontrolliert und im Schwarzmarkt-Milieu.
Wie die Nachrichtenagentur DPA nun berichtet, wird der entsprechende Staatsvertrag zwischen den Bundesländern um entsprechende Regelungen erweitert. Auf diese Weise wolle man eine "geeignete Alternative zum nicht erlaubten Glücksspiel" schaffen und den illegalen Angeboten entgegenwirken, wird Dirk Schrödter, Chef der Staatskanzlei Schleswig-Holstein zitiert. Das sei nur möglich, wenn man eine Kanalisierung in den legalen Markt erreicht, wodurch ausreichend attraktive Angebote entstehen.
Die im Staatsvertrag festgeschriebenen Regeln für die Anbieter sollen von einer zentralen Glücksspielbehörde der Länder, die erst noch aufgebaut werden muss, überwacht werden. Da sich alle Bundesländer auf einen gemeinsamen Vertragstext einigen und die Landesparlamente zustimmen müssen, wird es noch etwas dauern, bis es in der Praxis losgehen kann. Die Neufassung soll letztlich am 1. Juli 2021 in Kraft treten.
Siehe auch: Belgien stuft Lootboxen als Glücksspiel ein, will sie in der EU verbieten
Wie die Nachrichtenagentur DPA nun berichtet, wird der entsprechende Staatsvertrag zwischen den Bundesländern um entsprechende Regelungen erweitert. Auf diese Weise wolle man eine "geeignete Alternative zum nicht erlaubten Glücksspiel" schaffen und den illegalen Angeboten entgegenwirken, wird Dirk Schrödter, Chef der Staatskanzlei Schleswig-Holstein zitiert. Das sei nur möglich, wenn man eine Kanalisierung in den legalen Markt erreicht, wodurch ausreichend attraktive Angebote entstehen.
Im Sommer 2021 geht es los
Die Regeln sollen dabei so gestaltet werden, dass die Spieler zumindest einem halbwegs funktionierenden Schutz unterliegen. Unter anderem werden monatlich maximal tausend Euro eingezahlt werden können und es soll eine Sperrdatei für Nutzer geben, die aus guten Gründen von der Nutzung ausgeschlossen sind. Und auch für den Jugendschutz sollen konkrete Maßnahmen festgeschrieben werden.Die im Staatsvertrag festgeschriebenen Regeln für die Anbieter sollen von einer zentralen Glücksspielbehörde der Länder, die erst noch aufgebaut werden muss, überwacht werden. Da sich alle Bundesländer auf einen gemeinsamen Vertragstext einigen und die Landesparlamente zustimmen müssen, wird es noch etwas dauern, bis es in der Praxis losgehen kann. Die Neufassung soll letztlich am 1. Juli 2021 in Kraft treten.
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Christian Kahle
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