Runet: Russland will die Internet-Alternative erfolgreich getestet haben
Russland will unter der Überschrift Runet ein nationales Netz aufbauen, bei dem die Schnittpunkte zum globalen Netz starker staatlicher Kontrolle unterliegen. Jetzt hat man verkündet, dass der erste Test dieses russischen Internets erfolgreich abgeschlossen wurde.
Bei der Initiative geht es - wie bei den Vorbildern aus China und Iran - auch in Russland demnach zunächst darum, die Punkte, an denen das russische Netz mit dem globalen Internet in Berührung kommt, stark einzuschränken und zu kontrollieren. "Das bringt Internet Service Provider (ISPs) und Telekommunikationsunternehmen effektiv dazu, das Internet innerhalb der Grenzen als gigantisches Intranet zu konfigurieren, ganz, wie das ein großes Unternehmen macht", so der Computerwissenschaftler Professor Alan Woodward aus Sydney. Dieses Vorhaben wird natürlich deutlich erleichtert, wenn es nur wenige, staatliche kontrollierte ISPs gibt.
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Russland will das Netz "bei Bedrohungen" auf Alternative umschalten
Autoritäre Regime haben ein großes Interesse daran, das Internet, die darin aufrufbaren Inhalte und die Vernetzungsmöglichkeiten möglichst lückendeckend zu kontrollieren. China und der Iran haben vorgemacht, wie eine solche Idee umgesetzt werden kann, auch in Russland gibt es schon länger Bestrebungen, eine nationale Alternative zum globalen Netz aufzubauen. Wie jetzt BBC berichtet, hat das russische Ministerium für Kommunikation vermeldet, dass ein erster Test des Runet genannten Netzwerks erfolgreich durchgeführt werden konnte. Infografik: Das passiert in einer Minute im Internet
Bei der Initiative geht es - wie bei den Vorbildern aus China und Iran - auch in Russland demnach zunächst darum, die Punkte, an denen das russische Netz mit dem globalen Internet in Berührung kommt, stark einzuschränken und zu kontrollieren. "Das bringt Internet Service Provider (ISPs) und Telekommunikationsunternehmen effektiv dazu, das Internet innerhalb der Grenzen als gigantisches Intranet zu konfigurieren, ganz, wie das ein großes Unternehmen macht", so der Computerwissenschaftler Professor Alan Woodward aus Sydney. Dieses Vorhaben wird natürlich deutlich erleichtert, wenn es nur wenige, staatliche kontrollierte ISPs gibt.
Fortschritt schwer einzuschätzen
Aus Sicht von Experten ist es aktuell schwer einzuschätzen, wie weit Russland bei der Entwicklung eines abgeschotteten eigenen Netzes tatsächlich fortgeschritten ist. In der Vergangenheit seien Versuche, beispielsweise den Zugang zum Messenger Telegram zu beschränken, von keinem großen Erfolg gekrönt gewesen. Außerdem gelte es abzuwarten, wie viel Druck sich Russland "auf der geschäftlichen Seite" vom Ausland aber auch von nationalen Unternehmen ausgesetzt sieht, so die Analyse des Sicherheitsexperten Justin Sherman. Russland selbst gibt an, mit Runet vor allem die Fähigkeit auf "Gefahren von außen" zu reagieren, etablieren zu wollen.Download NetBalancer - Internet-Traffic kontrollieren
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