Deaktiviert? Egal: Facebook tut alles, um Standortdaten zu sammeln
Es ist zur Normalität unter IT-Konzernen geworden: Facebook musste jetzt wie zuvor Google und Apple eingestehen, dass man Standortdaten der Nutzer auch erfasst, wenn diese genau das deaktiviert haben. Zur Not greift der Konzern auf Fotos oder die IP-Adresse zurück.
Wie Die Presse schreibt, nutzt Facebook unter anderem die Möglichkeit, Standorte aus Fotos zu ermitteln, in denen Nutzer markiert werden. Der wichtigste Kanal für Standortdaten unabhängig von der direkten Ermittlung per GPS ist für das Unternehmen aber die IP-Adresse von mobilen Geräten. Wie das Unternehmen angibt, lasse sich daraus oft zwar kein exakter Standort ermitteln, aber so sei es möglich beispielsweise zu erkennen, in welcher Stadt sich der Nutzer aufhält. Das Unternehmen schreibt, dass darüber hinaus auch "andere Netzwerkinformationen" genutzt werden.
Facebook versucht die weitreichende Standortermittlung gegenüber dem Senat unter anderem damit zu begründen, dass es so möglich werde, Nutzern Werbung von umliegenden Geschäften anzuzeigen. Das Unternehmen gibt sich dann auch noch redlich Mühe zu erläutern, dass die Informationen im Kampf gegen Fehlinformationen "und Hacker" hilfreich seien. Auch der Schutz der Nutzerkonten könne durch das Tracking verbessert werden, da beispielsweise ungewöhnliche Login-Standorte erkannt werden können.
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Auch Facebook macht sich nichts aus der Deaktivierung der Standortdaten
Facebook macht es möglich, die Erfassung von Standortdaten zu deaktivieren, nur bleibt diese Auswahl der Nutzer nach neuen Erkenntnissen vollkommen wirkungslos. Wie das Unternehmen im Rahmen einer Untersuchung des US-Senats in einem Brief eingesteht werden Standortdaten unabhängig von der Auswahl der Benutzer trotzdem weiter erfasst. Dabei nutzt der Konzern alle Mittel, die ihm zur Verfügung stehen, um ein Standortprofil zu erstellen.Facebook versucht die weitreichende Standortermittlung gegenüber dem Senat unter anderem damit zu begründen, dass es so möglich werde, Nutzern Werbung von umliegenden Geschäften anzuzeigen. Das Unternehmen gibt sich dann auch noch redlich Mühe zu erläutern, dass die Informationen im Kampf gegen Fehlinformationen "und Hacker" hilfreich seien. Auch der Schutz der Nutzerkonten könne durch das Tracking verbessert werden, da beispielsweise ungewöhnliche Login-Standorte erkannt werden können.
Senator wütend
Die jetzt bekannt gewordenen Informationen gehen auf die Anfrage von zwei US-Senatoren zurück, die diese vom Konzern angefordert hatten. Der republikanische Senator Josh Hawley - einer der Anfragensteller - schreibt über Twitter, dass es jetzt dringend nötig sei, dass der Senat handelt: "Ein Opt-out gibt es nicht. Über die eigenen Daten hat man hier keine Kontrolle", so Hawley.Siehe auch:
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