Nach Kritik an Google: Gefeuerte Mitarbeiter verklagen den Konzern
Bei Google gehen die Schlagzeilen selten bis nie aus, doch aktuell geht es beim Suchmaschinenriesen intern besonders heiß her. Das liegt nicht nur am gerade angekündigten Rückzug der beiden Gründer, sondern auch an Problemen rund um aufmüpfige Mitarbeiter.
Google muss sich seit bereits längerem mit der Kritik eigener Mitarbeiter auseinandersetzen, denn vielen Angestellten passt es nicht, wie das Unternehmen mit Vorwürfen sexueller Belästigung und anderen kontroversen Themen umgeht. Dagegen gab es auch Proteste, bei so genannten Walkouts, also De-facto-Streiks, legten die Mitarbeiter die Arbeit nieder, um dem Konzern ins Gewissen zu reden.
Doch Rebecca Rivers, Laurence Berland, Paul Duke und Sophie Waldman, die die Aktionen gegen Google zum Teil mitorganisiert haben, haben nun in einem offenen Brief gegen ihre Entlassung protestiert und kündigten eine Klage an. Ihrer Meinung nach ist der Grund für ihre Entlassung - angebliche Verstöße gegen interne Daten-Sicherheits-Richtlinien - nur vorgeschoben, sie wurden vielmehr für ihre Kritik am Unternehmen bestraft.
Google gab sich gegenüber dem Guardian uneinsichtig und teilte mit, dass die entlassenen Mitarbeiter sich "bewusster und wiederholter Verstöße" schuldig gemacht hätten. Das Unternehmen dementierte, dass die Entlassungen mit Kritik an Google zu tun gehabt haben.
Entlassen statt reden
Doch Google machte die Sache nur noch schlimmer. Denn statt Gesprächsbereitschaft zu zeigen, schaltete der Konzern aus dem kalifornischen Mountain View auf stur und feuerte vier Personen. Gleichzeitig wurden auch Vorwürfe bekannt, dass Google eine auf Anti-Gewerkschafts-Arbeit spezialisierte Agentur angeheuert hat, um diese und ähnliche Arbeitnehmer-Maßnahmen zu unterdrücken. Infografik: Nur Facebook wird von den Big Five öfter negativ als positiv gesehen
Doch Rebecca Rivers, Laurence Berland, Paul Duke und Sophie Waldman, die die Aktionen gegen Google zum Teil mitorganisiert haben, haben nun in einem offenen Brief gegen ihre Entlassung protestiert und kündigten eine Klage an. Ihrer Meinung nach ist der Grund für ihre Entlassung - angebliche Verstöße gegen interne Daten-Sicherheits-Richtlinien - nur vorgeschoben, sie wurden vielmehr für ihre Kritik am Unternehmen bestraft.
Abschreckung
Die vier argumentieren, dass Google mit den Entlassungen andere abschrecken will, gegen den Konzern weiter und wieder zu protestieren. In ihrer Klage werfen sie Google "Unfair Labor Practice" vor, dieser Vorwurf wird vor dem National Labor Relations Board verhandelt. Das NLRB ist eine unabhängige US-Bundesbehörde, die für die Einhaltung landesweit geltenden Arbeitsrechts zuständig ist.Google gab sich gegenüber dem Guardian uneinsichtig und teilte mit, dass die entlassenen Mitarbeiter sich "bewusster und wiederholter Verstöße" schuldig gemacht hätten. Das Unternehmen dementierte, dass die Entlassungen mit Kritik an Google zu tun gehabt haben.
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