Ex-Chef von Telekom-Konzern muss nach Mitarbeiter-Selbstmord in Haft
Der ehemalige Chef des französischen Telekom-Konzerns Orange ist, wie das Unternehmen selbst, für schuldig befunden worden, mit seinem Verhalten erheblich zum Selbstmord einer Reihe von Mitarbeitern beigetragen zu haben. Hintergrund war ein rigoroser Sparkurs vor einigen Jahren.
Der inzwischen vor allem für seine Mobilfunklösungen bekannte französische Netzbetreiber Orange und sein früherer CEO Didier Lombard haben nach Meinung eines Gerichts in Paris vor knapp einem Jahrzehnt massiv dazu beigetragen, dass eine Reihe von Mitarbeitern des Konzerns sich selbst das Leben nahmen. Sie hätten sich der "moralischen Belästigung" schuldig gemacht, so das Gericht.
Der ehemalige Chef von France Telecom, woraus im Jahr 2013 die Firma Orange wurde, wurde zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt, wovon allerdings acht Monate davon zur Bewährung ausgesetzt wurden. Außerdem muss der Ex-Manager eine Geldstrafe in Höhe von 15.000 Euro zahlen, heißt es in einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters.
France Telecom wurde Ende der 00er-Jahre privatisiert und gleichzeitig umstrukturiert, so dass letztlich gut 22.000 Mitarbeiter ihren Job verloren. Im Zuge des Umbaus soll das Management mit diversen fragwürdigen Methoden Druck auf die Mitarbeiter ausgeübt haben, wodurch letztlich nach Ansicht der Strafverfolgungsbehörden eine Welle von Selbstmorden ausgelöst wurde.
Nach Meinung von Gewerkschaftsvertretern hatte die Firmenleitung von France Telecom mit verschiedenen Maßnahmen versucht, Mitarbeiter dazu zu bewegen, zu kündigen oder eine andere Stelle im Unternehmen mit oft geringerer Bezahlung zu akzeptieren. Die Anklage hatte 18 Selbstmorde und 13 Selbstmordversuche von Mitarbeitern der France Telecom aufgeführt, für die man das Verhalten des Managements verantwortlich machte.
Der ehemalige Chef von France Telecom, woraus im Jahr 2013 die Firma Orange wurde, wurde zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt, wovon allerdings acht Monate davon zur Bewährung ausgesetzt wurden. Außerdem muss der Ex-Manager eine Geldstrafe in Höhe von 15.000 Euro zahlen, heißt es in einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters.
Ex-Chef und Management sollen für 18 Selbstmorde mitverantwortlich sein
Das Unternehmen Orange, direkter Rechtsnachfolger von France Telecom, wurde ebenfalls verurteilt und muss nun 75.000 Euro Strafe zahlen. Dass überhaupt eine Verurteilung des Managements und des Konzerns an sich wegen der Selbstmorde von Mitarbeitern erfolgte, gilt als aufsehenerregend. Beobachter gehen davon aus, dass sich unter Umständen bald weitere derartige Anklagen abzeichnen.France Telecom wurde Ende der 00er-Jahre privatisiert und gleichzeitig umstrukturiert, so dass letztlich gut 22.000 Mitarbeiter ihren Job verloren. Im Zuge des Umbaus soll das Management mit diversen fragwürdigen Methoden Druck auf die Mitarbeiter ausgeübt haben, wodurch letztlich nach Ansicht der Strafverfolgungsbehörden eine Welle von Selbstmorden ausgelöst wurde.
Nach Meinung von Gewerkschaftsvertretern hatte die Firmenleitung von France Telecom mit verschiedenen Maßnahmen versucht, Mitarbeiter dazu zu bewegen, zu kündigen oder eine andere Stelle im Unternehmen mit oft geringerer Bezahlung zu akzeptieren. Die Anklage hatte 18 Selbstmorde und 13 Selbstmordversuche von Mitarbeitern der France Telecom aufgeführt, für die man das Verhalten des Managements verantwortlich machte.
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