Microsoft, Apple, Nike & mehr: Zwangsarbeit in Lieferkette aufgedeckt

China, Zwangsarbeit, Zwangsarbeiter, ASPI, ?Xinjiang Bildquelle: Australian Strategic Policy Institute (ASPI)
Hersteller werden immer wieder mit Problemen in ihren Lieferketten kon­fron­tiert, bei denen Arbeiter unmenschlich behandelt werden. Ein Bericht legt jetzt nahe, dass Produkte von großen Weltmarken wie Micro­soft, Apple, Huawei und Nike von Zwangsarbeitern gefertigt wurden.

Zwangsarbeiter kommen in ganz China zum Einsatz

Die Lieferketten von internationalen Konzernen sind lang und komplex und deswegen auch schwer vollständig zu regulieren. Das zeigt sich jetzt einmal mehr an einem aktuellen Fall. Wie das Australian Strategic Policy Institute (ASPI) mitteilt, will man Beweise dafür ermittelt haben, dass Mitglieder der in China systematisch unterdrückten Volksgruppe der Uiguren als Zwangsarbeiter im ganzen Land eingesetzt werden. Das bringt mit sich, dass auch Produkte von vielen großen und bekannten Weltmarken in Fabriken hergestellt werden, in denen diese Zwangsarbeiter beschäftigt werden. Umsiedlung von Zwangsarbeitern in China (ASPI)Aus der Provinz Xinjiang werden Zwangsabeiter in ganz China verteilt (ASPI) Wie ASPI in seinem ausführlichen Bericht schreibt, gibt es "überwältigende Beweise" dafür, dass viele Uiguren dazu gezwungen werden, in Fabriken zu arbeiten. Demnach will man mindestens 27 Fabriken in 9 chinesischen Provinzen ausgemacht haben, die seit 2017 mit Zwangsarbeitern versorgt wurden. Diese stammen ausnahmslos aus der Provinz Xinjiang, wo China Umerziehungslager betreibt, in der die muslimische Minderheit mit teilweise brutalen Methoden nach Vorstellung der chinesischen Regierung umerzogen werden soll.

"Wir schätzen, dass zwischen 2017 und 2019 mindestens 80.000 Uiguren aus Xinjiang durch Arbeitstransferprogramme im Rahmen einer Politik der Zentralregierung, die als "Xinjiang Hilfe" bekannt ist, Fabriken zugewiesen wurden", so ASPI. Dieses Vorgehen sei zu einem zentralen Bestandteil der "Umerziehungs­maßnahmen" geworden, die von der chinesischen Regierung mittlerweile als "Berufsausbildung" bezeichnet werden. "Am auffälligsten ist, dass Kommunalverwaltungen und private Makler von der Provinzregierung von Xinjiang einen Preis pro Kopf für die Organisation der Arbeitseinsätze erhalten", so ASPI weiter.

Folgende Marken haben laut ASPI einen Bezug zu einer oder mehreren Fabriken, in denen die Zwangsarbeiter beschäftigt werden:

Abercrombie & Fitch, Acer, Adidas, Alstom, Amazon, Apple, ASUS, BAIC Motor, BMW, Bombardier, Bosch, BYD, Calvin Klein, Candy, Carter's, Cerruti 1881, Changan Automobile, Cisco, CRRC, Dell, Electrolux, Fila, Founder Group, GAC Group, Gap, Geely Auto, General Electric, General Motors, Google, H&M, Haier, Hart Schaffner Marx, Hisense, Hitachi, HP, HTC, Huawei, iFlyTek, Jack & Jones, Jaguar, Japan Display Inc., L.L.Bean, Lacoste, Land Rover, Lenovo, LG, Li-Ning, Mayor, Meizu, Mercedes-Benz, MG, Microsoft, Mitsubishi, Mitsumi, Nike, Nintendo, Nokia, The North Face, Oculus, Oppo, Panasonic, Polo Ralph Lauren, Puma, Roewe, SAIC Motor, Samsung, SGMW, Sharp, Siemens, Skechers, Sony, TDK, Tommy Hilfiger, Toshiba, Tsinghua Tongfang, Uniqlo, Victoria's Secret, Vivo, Volkswagen, Xiaomi, Zara, Zegna, ZTE.

Stellungnahmen mehr allgemein

In einer ersten Stellungnahme zu dem Bericht hat sich Apple gegenüber ABC Australia zu Wort gemeldet, bleibt dabei aber sehr unspezifisch: "Apple setzt sich dafür ein, dass jeder in unserer Lieferkette mit der Würde und dem Respekt behandelt wird, die er verdient. Wir haben diesen Bericht nicht gesehen, arbeiten aber eng mit allen unseren Lieferanten zusammen, um sicherzustellen, dass unsere hohen Standards eingehalten werden." Adidas betont gegenüber ASPI, man habe keine "aktive Beziehung" zu der entsprechenden Fabrik, werde aber Nachforschungen anstellen. China, Zwangsarbeit, Zwangsarbeiter, ASPI, ?Xinjiang China, Zwangsarbeit, Zwangsarbeiter, ASPI, ?Xinjiang Australian Strategic Policy Institute (ASPI)
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