Blizzard bestraft drei Studenten für Hongkong-Unterstützungs-Plakat

Blizzard, Protest, HearthStone, Hongkong, Blitzchung Bildquelle: Inven Global/Twitter
Der Spielentwickler Blizzard steht seit mittlerweile rund eineinhalb Wochen unter Beschuss, da man einen Hearthstone-Profi für eine Sympathie­be­kun­dung in Richtung Hongkong hart bestraft hat. Nun geht Blizzard auch ge­gen Folgeaktionen vor.

Die Causa Blitzchung

Begonnen hat das alles mit dem Ausschluss von Ng Wai "Blitzchung" Chung, dieser hatte in einem Interview seine Unterstützung für die Hongkonger Demokratiebewegung zum Ausdruck gebracht und dabei eine Skibrille sowie Gasmaske aufgesetzt (eine Anspielung auf das Tränengas).

Blitzchung wurde von Blizzard dafür hart bestraft und für ein Jahr gesperrt, ihm wurden außerdem aktuelle Preisgelder entzogen. Diese Strafe wurde zwar mittlerweile reduziert, die ursprüngliche Reaktion führte aber zu massiver Kritik und auch Boykott-Aufrufen. Blizzard-Boykott Auch eine Gruppe von Studenten hat gegen Blizzards Vorgehen demonstriert und während eines offiziellen Hearthstone-Wettbewerbs ein Schild mit der Aufschrift "Free Hong Kong, Boycott Blizz" in die Kamera gehalten. Mit einiger Verzögerung hat der Entwickler nun auch gegen die drei 19-Jährigen eine halbjährige Sperre ausgesprochen.

Die drei Studenten der American University haben es wohl darauf ankommen lassen, gesperrt zu werden. Wie Vice berichtet, ließ sich Blizzard aber rund eine Woche Zeit mit dieser Entscheidung. Casey Chambers, einer der drei Hearthstone-Spieler, twitterte ironisch, dass er "glücklich" sei, bekannt geben zu können, dass sein Team eine sechs Monate lange Sperre ausgefasst habe. Diese sei zwar verzögert passiert, er sei aber froh, dass alle Spieler gleich behandelt werden und keiner über den Regeln stehe.

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Die Studenten wollten mit ihrer Aktion demonstrieren, dass Blizzard unterschiedliche Maßstäbe anwendet, je nachdem wo man lebt, wie man auf Reddit erläutert. Denn das Trio wollte die Scheinheiligkeit von Blizzard aufzeigen und die verzögerte Reaktion des Entwicklers gab ihnen zunächst auch Recht. Und man kann auch durchaus darüber diskutieren, ob die lange Reaktionszeit nun tatsächlich die Vorwürfe entkräftet.

Die Sache zeigt jedenfalls, dass die "Causa Blitzchung" noch lange nicht ausgestanden ist - man darf auch gespannt sein, welche Proteste es auf der demnächst stattfindenden BlizzCon geben wird. Denn klar ist: Zur Tagesordnung kann Blizzard so bald nicht zurückkehren. Blizzard, Protest, HearthStone, Hongkong, Blitzchung Blizzard, Protest, HearthStone, Hongkong, Blitzchung Inven Global/Twitter
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