Causa Blitzchung: Blizzard reduziert Strafe, entschuldigt sich aber nicht

Blizzard fand sich die letzten Tage im Mittelpunkt von heftiger Kritik wieder und diese hat nun Wirkung gezeigt. Der Blizzard-Präsident J. Allen Brack hat ein Statement veröffentlicht, in dem er u. a. die Strafe gegen Hearthstone-Profi "Blitzchung" reduziert. Die Kontroverse hatte vor rund einer Woche begonnen und in ihrem Mittelpunkt stand der Hearthstone-Profi Ng Wai "Blitzchung" Chung. Dieser bekundete in einem Interview seine Sympathien für die Hongkonger Protestbewegung, was ihm und den zwei Castern eine drakonische Strafe einbrachte. Blitzchung wurde für ein Jahr gesperrt, zudem wurden ihm alle Gewinne der aktuellen Season des Spiels gestrichen.

Blizzard äußerte sich tagelang nicht dazu und versuchte die Sache auszusitzen. Doch damit machte man alles nur schlimmer, denn das Resultat war ein Shitstorm, den das Unternehmen in dieser Form noch nie erlebt hat. Am Wochenende brach man aber nun doch das Schweigen, denn Blizzard-Präsident J. Allen Brack wandte sich in einem offenen Brief an die Community.

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Freie Meinungsäußerung ja, aber bitte woanders

Brack verwies auf die Kernwerte von Blizzard: "Global denken", "verantwortungsvoll führen" und "jede Stimme zählt". Zu letzterem stehe man nach wie vor und Brack ermuntere auch jeden, seine und ihre Ansichten auszudrücken - bloß nicht auf Plattformen, die sich auf ein bestimmtes Spiel konzentrieren.

Er bestritt dabei vehement, dass die Strafe gegen Blitzchung etwas mit den "spezifischen Ansichten" des Hearthstone-Spielers zu tun hatte. "Ich will das betonen: Unsere Beziehung zu China hatte keinen Einfluss auf unsere Entscheidung."

Brack gibt aber zu, dass man die Angelegenheit auch besser hätte handhaben können und gab auch bekannt, dass man die Sperre von Blitzchung auf sechs Monate halbiert und zudem die Preisgelder wieder freigibt. Eine Entschuldigung findet man allerdings an keiner Stelle des Textes, weshalb abzuwarten bleibt, ob Brack die Kontroverse damit beenden kann.
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