Tablet-Kurse reichen nicht: Kostenlose Zuhause-Hilfe für Alte gefordert

Tablet, Medion, Aldi, ALDI-Tablet, Medion P8514 Bildquelle: Medion
So mancher stellt sich die Förderung der so genannten Digitalen Teilhabe einfach vor: Man setzt die Nicht-Nutzer einfach in einen Kurs und schon kann es losgehen. Tut es aber nicht, wie genauere Untersuchungen bei älteren Bürgern zeigen. Inzwischen kann längst nicht mehr davon gesprochen werden, dass Rentner nichts vom Internet verstünden - immerhin standen viele von ihnen noch voll im Berufsleben, als das Web vor über 20 Jahren seinen großen Boom einläutete. Trotzdem gibt es vor allem bei Menschen über 70 dann doch noch sehr viele, die mit der digitalen Welt nicht vertraut sind. Und das bedeutet heute eben auch, zunehmend abgehängt zu sein - sozial, kulturell und auch wirtschaftlich.

Auf verschiedenen Ebenen versucht man gegenzusteuern - mit nicht unbedingt immer überwältigendem Erfolg. "Unsere aktuelle Studie hat ergeben, dass die momentan favorisierten Tablet- und Smartphoneschulungen nicht ausreichen werden, um die digitale Teilhabe der Älteren tatsächlich zu erreichen", erklärte Herbert Kubicek, Informatik-Professor an der Universität Bremen.

Helfer für Zuhause

Hinzu kommt, dass es auch ältere Menschen gibt, die einfach nicht die Möglichkeit haben, Seniorentreffs oder ähnliche Einrichtungen zu besuchen. In einem Pilotprojekt hatte Kubicek solchen Menschen ein Tablet zur Verfügung gestellt. Dazu gab es eine Digitalassistenz - also jemanden, der regelmäßig vorbeikam und Hilfestellungen gab. Der überwiegende Teil der Teilnehmer wollte daraufhin weiter mit dem Gerät arbeiten.

Solche Assitenzen forderte der Informatiker als Schlussfolgerung seiner Untersuchung nun als dauerhafte Einrichtung in der Altenhilfe. Solche Angebote gibt es bisher als bezahlte Dienstleistung, die sich aber nur ein Teil der Rentner leisten kann. Daher müsse es auch kostenlose Angebote geben.

"Es kann doch nicht sein, dass man als Empfänger von Pflegeleistungen Kosten erstattet bekommt, wenn man zu einem Amt oder einem Arzt begleitet wird - aber nicht, wenn jemand nach Hause kommt und Formulare mit den Betroffenen online ausfüllt oder sie in eine Videosprechstunde einwählt, obwohl dies weniger Zeit erfordert und daher wirtschaftlicher ist", erklärte Kubicek.

Siehe auch: Senioren-Handy? - Die Alten sind längst beim Smartphone gelandet Tablet, Medion, Aldi, ALDI-Tablet, Medion P8514 Tablet, Medion, Aldi, ALDI-Tablet, Medion P8514 Medion
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