Netzagentur: Telefon-Abzocke von Senioren gestoppt

Die Bundesnetzagentur ist gegen einen Telefon-Spammer, der hauptsächlich versuchte, Senioren abzuzocken, vorgegangen. Der Firma SIS Senioren Info Services wurde es untersagt, für einen Teil ihrer Dienste Rechnungen auszustellen und Inkassofirmen mit dem Eintreiben der Gelder zu beauftragen.
Sämtliche Netzbetreiber wurden demnach darüber informiert, dass sie keine Leistungen des Unternehmens über die Telefonrechnung buchen dürfen - und zwar rückwirkend zum 9. Juni. Wenn der Verbraucher die in Rechnung gestellten Beträge bereits bezahlt hat, greifen beide Verbote jedoch nicht unmittelbar. In diesen Fällen sollten Betroffene mit Unterstützung der Verbraucherzentralen oder eines Rechtsanwalts versuchen, das Geld zurückzufordern. Wie die Behörde mitteilte, wurden auch zwei Telefonnummern abgeschaltet, die im Rahmen der rechtswidrigen telefonischen Bewerbung des Dienstes genutzt wurden.

Der von der SIS angebotene Dienst sei zunächst rechtswidrig telefonisch beworben worden. Die Verbraucher - überwiegend ältere Personen - erhielten einen unverlangten Werbeanruf. Eine Bandansage bewarb anschließend den Dienst zur Seniorenunterstützung in Form eines telefonischen Auskunfts- und Recherchedienstes für ältere Menschen.

Die Angerufenen werden am Ende der Bandansage aufgefordert, nach dem Signalton "Ja" zu sagen. Auch Anschlussinhaber, die den angebotenen Dienst nicht wünschten, haben im Anschluss an den Telefonanruf eine schriftliche Bestätigung des angeblich bestellten "Senioren Info Services" erhalten, hieß es. Die Kosten belaufen sich auf monatlich 9,95 Euro und werden direkt über die Telefonrechnung abgerechnet.

"Im konkreten Fall werden bewusst ältere Menschen telefonisch angesprochen, um unter dem Vorwand, einen Dienst ausschließlich für Senioren zu erbringen, mit den Betroffenen einen Vertrag abzuschließen. Durch das von uns ausgesprochene Rechnungslegungs- und Inkassierungsverbot werden die Betroffenen nun vor den hieraus resultierenden Forderungen geschützt", sagte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur.
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