Tablet-Kurse reichen nicht: Kostenlose Zuhause-Hilfe für Alte gefordert

So mancher stellt sich die Förderung der so genannten Digitalen Teilhabe einfach vor: Man setzt die Nicht-Nutzer einfach in einen Kurs und schon kann es losgehen. Tut es aber nicht, wie genauere Untersuchungen bei älteren Bürgern zeigen. mehr... Tablet, Medion, Aldi, ALDI-Tablet, Medion P8514 Bildquelle: Medion Tablet, Medion, Aldi, ALDI-Tablet, Medion P8514 Tablet, Medion, Aldi, ALDI-Tablet, Medion P8514 Medion

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
aber lasst die Politik machen :D
 
Wie machen das nur die Skandinavier? Da rennt noch die letzte Omma mit dem Smartphone rum und bezahlt damit ihr Mittagessen. Kontaktlos. Binnen Sekunden.

Deutschland einig Hinterland.
 
@RalphS: Ich bin der Meinung dass es Vielfach nur ein Problem der Menschen selbst ist:

Alles soll funktionieren..Whatsapp,Telegram,Facebook,Spiele...
...Enkel mach mal dass das geht.

...Anstatt sich mal selbst damit zu beschäftigen oder die Grundlagen erklären zu lassen?
..aber nee da müssen dann immer andere ihre Zeit für sowas Opfern.

Genau diese "Bequemlichkeit" hier in Deutschland ist eher ein Problem.

Wieviele gehen denn in die Handyläden und wissen nedmal wie sie ihr Handy aufladen?
Warum wollen die das auch lernen wenn der Verkäufer das als "Service" macht?

Es ist doch ganz einfach:
Wer sich nicht mit der Materie auseinandersetzen will..braucht doch gar kein Handy/Smartphone.

Die Skandinavier scheinen da viel Aufgeschlossener zu sein und wollen auch dazulernen was die da haben und können.

Ich selbst war schon oft "Opfer"
..richt mir das neue Laptop ein..
..stelle mir jedes halbe Jahr das neue Handy ein weil das Alte so langsam wurde...
..oh und neue Spiele aufs Tablet..

Tut mir Leid dass ich das so schreibe aber ich erlebe zu oft diese "Bequemlichkeit/Lernfaulheit" sich auch mal selbst mit etwas auseinanderzusetzen."

Es gibt natürlich auch positive Beispiele..der Vater meiner Frau kennt sich mittlerweile richtig gut mit PCs,Tablets,Android und Linux aus und der ist 60...ganz einfach weil es ihn auch interessiert und er sich mit beschäftigt.
 
@ingoreis: Teilweise ist das aber durchaus auch ein Problem der Geräte und nicht zuletzt des Einzelhandels. "Früher" war alles relativ simpel: Hörer anheben, Scheibchen drehen bzw. ein paar Knöpfchen drücken, kurz warten, fertig. "Damals" war das Kontaktbuch mitunter noch per einfachem Tastendruck aufrufbar, während man heutzutage zumindest das Menü dafür öffnen muss. Damals hielten die Batterien, ja, Batterien noch Monate.

Smartphones dagegen, genauso wie Windows-PCs mitunter, kommen vollbepackt mit Apps und Programmen als Demoversionen, mit In-App-Käufen, notwendiger Registrierung, auf Bling Bling getrimmt und das noch bevor die Einrichtung richtig abgeschlossen ist. Anpassmöglichkeiten, auch nur softwareseitig, sind oft gar nicht, nur beschränkt oder über Umwege möglich. Hardwareseitig, bspw. eigene Tasten für Kamera oder Taschenlampe, sind erst recht nicht drin.

Dann kommt noch der Einzelhandel, wo mitunter Altware, für die es längst keine Patches mehr gibt, noch ewig als Neuware verkauft wird.

Letzten Endes sollten solche Geräte dem Nutzer dienen und für den Nutzer angepasst werden können und nicht umgekehrt. Natürlich sind Bequemlichkeit und Lernfaulheit da auch ein Problem und in manchen Gegenden sind da leider Hopfen und Malz verloren, aber eine Einbahnstraße ist dies leider nicht.
 
@RalphS: Sei doch froh das es alternativen hier bei uns gibt denn ich erinnere gerne an den großen Cyberangriff auf Estland im Jahre 2007 wo nichts mehr ging. Die Infrastruktur in etlichen Ländern ist so anfällig das eine komplette umstellung auf einer digitalen Infrastruktur langfristig probleme bereiten wird. Wenn wir als Deutsche eine 'Analoge' Infrastruktur haben sind wir weniger anfällig und man kann uns nicht als Geisel nehmen.
 
@Menschenhasser: was hat das mit Alternativen zu tun?

Mit ein bißchen aus dem Fenster lehnen ließe sich sogar argumentieren, daß mehr Alternativen auch mehr Kompetenzen erfordern, bloß fehlt es exakt daran.

Es ging nie um die Technik, sondern darum, ob man damit umgehen kann. Der mysteriöse DAU? Ist Maßstab. Und bildet mehr als nur den Durchschnitt ab.

DORT fehlt es. Nicht an der Technik.
 
@RalphS: Eigentlich viel wäre zwar schön das alte Menschen selbstständig damit umgehen können/könnten (Allein um etwas neues zu entdecken) aber für viele alte Menschen ist es eben trotzdem schwer und deshalb finde ich es gar nötig das die damit aufgezwungenermaßen umgehen müssen. Die alten Menschen leben trotzdem. Nur wenn unsere Generation die alternativen der alten Menschen zunehmendst wegnehmen ist es nicht deren Problem sondern wir haben das verursacht. Unsere Generation, ab den 80ern, für die ist das in Zukunft kein Problem weil die mit dieser Technik aufgewachsen sind und es sozusagen von klein auf gelehrnt haben. Umso jünger so etwas erlernt umso weniger Probleme gibt es bei der bedienung aber viele unserer heutigen Menschen wissen gar nicht mal wie das alles im Hintergrund läuft bzw. funktioniert und das ist auch eine schlechte entwicklung. Denn diese Menschen können selten Probleme lösen und wenn man die Probleme nicht lösen kann wird es zunehmend auch ein Problem. Was mich aber bei der ganzen entwicklung stört ist das durch Soziale Medien die Menschen zu egoisten geworden sind die viel dadurch kaputt gemacht haben.
 
@RalphS: Hinterland? Warum? Weil die Oma in Skandinavien gezwungen ist bargeldlos zu bezahlen ('No cash' sieht man inzwischen wirklich an vielen Punkten)?

Und Skandinavien ist hier auch nicht eins: in Dänemark geht Bargeld durchaus, in Island fast nicht, in Schweden deutliche Präferenz zu bargeldlos, es geht oft aber auch ohne Kreditkarte. Aus den anderen Ländern habe ich keine aktuellen Erfahrungen.
 
@tilly: Aber darum geht es doch gar nicht?!

Es geht darum, daß hierzulande die Kompetenzen für mobile IT fehlen (ich nenns einfach mal so) insbesondere im "Alter". Entsprechend der Einwand, daß exakt dies nicht soo weit weg durchaus funktioniert.

Nicht darum, daß das Schwachstellen hat.

"Hinterland" demzufolge in bezug auf die Kompetenzförderung und das Bildungsniveau, weitergehend das Bildungssystem.

Nicht die Technik, auch wenn wir da ebenfalls lange den Anschluß verloren haben und uns tagtäglich was anderes einreden müssen.
 
Ich hätte gern auch Dinge und Dienstleistungen kostenlos - ich bin kein Renter - aber warum die Diskriminierung? Seit ist eben Geld - und diesen Spruch hat ja gerade diese Generation geprägt.
Kommentar abgeben Netiquette beachten!
Einloggen

Video-Empfehlungen