Nötigung und Spionage: Huawei macht US-Regierung schwere Vorwürfe

Der chinesische Konzern Huawei steht seit Monaten unter Beobachtung der US-Regierung, diese hat bekanntlich auch Sanktionen gegen den Netzwerkausrüster verhängt. Laut Huawei sind die US-Behörden bei der Wahl ihrer Mittel aber weit übers Ziel hinausgeschossen.
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Huawei steht im Visier der Regierung von Donald Trump, dieser hat den Konzern zum Mittelpunkt seines Handelskrieges mit China gemacht. Laut einem Bericht der New York Times erhebt Huawei nun aber schwere Vorwürfe gegen die USA. Denn die dortigen Behörden sollen bei ihren Untersuchungen weit über das Ziel hinausgeschossen sein.

Druck und Nötigung

Der chinesische Konzern beschuldigt die US-Ermittler, dass diese massiven Druck auf Huawei-Mitarbeiter ausgeübt hätten. Man wollte sie auf diese Weise dazu bewegen, sich gegen ihren Arbeitgeber zu wenden. Überdies soll die US-Regierung Cyberattacken durchgeführt haben, mit denen die Netzwerke des Unternehmens infiltriert werden sollten.

Der Vorwurf von Spionageversuchen in Richtung Huawei ist natürlich auch deshalb schwer, weil das genau das ist, was die USA den Chinesen vorwerfen. Zudem sollen sich Mitarbeiter von US-Behörden als Huawei-Mitarbeiter getarnt und ausgegeben haben, um falsche Vorwürfe gegen den Konzern in Umlauf zu bringen.

In einem Pressestatement schreibt Huawei unter anderem, dass FBI-Agenten Huawei-Mitarbeiter zu Hause besucht und Druck auf diese ausgeübt hätten, um Informationen über das Unternehmen zu erhalten. Öffentliche Beweise hat Huawei nicht vorgelegt, die Nachrichtenagentur Reuters berichtet allerdings, dass man ein Dokument gesehen habe, aus dem hervorgeht, dass dies tatsächlich passiert ist.

Außerdem wirft Huawei der Trump-Regierung vor, dass diese Unternehmen, mit denen man zusammenarbeitet, aber auch konkurriert, gegen Huawei mobilisiert hat, um unbegründete Vorwürfe zu verbreiten. Huawei-Angestellten sollen zudem widerrechtlich durchsucht, festgehalten und verhaftet worden sein.

Das FBI wollte die Vorwürfe nicht kommentieren. Ein Sprecher des Justizministeriums sagte, dass man sich zu laufenden Untersuchungen grundsätzlich nicht äußert, betonte aber, dass die Methoden stets im Einklang mit den Gesetzen stünden.
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