Anklage: US-Spionage-Abwehr enttarnt Spitzel bei Internet-Firma
Die Spionage-Abwehr von Staaten ist mit einem neuen Problem konfrontiert: Im Mittelpunkt der Anwerber anderer Länder stehen nicht mehr unbedingt in erster Linie Angehörige des Militärs oder ähnlicher Institutionen, auch Internet-Firmen rücken zunehmen in den Fokus.
Das zeigt ein aktueller Fall, in dem das US-Justizministerium zwei Personen anklagt, die als Spione für Saudi Arabien tätig gewesen sein sollen. Bei ihrer Informations-Beschaffung ging es allerdings nicht um Staatsgeheimnisse der USA. Vielmehr sollten sie als Angestellte der Social Media-Plattform Twitter auf die Nutzer von rund tausend Accounts angesetzt gewesen sein, wie das US-Magazin ZDNet berichtet.
Die Vorwürfe laufen darauf hinaus, dass die beiden Spione die Aktivitäten auf dem Twitter-Konzern im Auge behalten sollten - und das galt nicht nur für die öffentlichen Äußerungen. Auch die privaten Daten und persönliche Nachrichten an andere Nutzer sollten ausgespäht werden. Hinter den fraglichen Accounts standen dabei Personen, die dem saudischen Königshaus und seinem Regime über das Land kritisch gegenüberstanden.
Auch nach seinem Weggang aus dem Unternehmen soll er seine Aktivitäten weitergeführt haben. So behielt er beispielsweise Kontakt zu einigen ehemaligen Kollegen und nutzte die Verbindung, um beispielsweise Nutzerkonten vorübergehend zu sperren. Das sollte dabei helfen, User zu enttarnen, die über Anonymisierungsdienste auf Twitter zugriffen. Über Strohfirmen und ein Bankkonto im Libanon soll der Spion für seine Dienste insgesamt mindestens 300.000 Dollar erhalten haben. Und eine Uhr im Wert von 20.000 Dollar.
Der zweite Angeklagte soll im Laufe des Jahres 2015 die Daten von rund 6000 Nutzern kopiert und aus dem Unternehmen mitgenommen haben. Zu den Zielpersonen gehörte hier unter anderem "Twitter User 9", der in der Klageschrift als bekannter und einflussreicher Kritiker des Königshauses beschrieben wird, der im kanadischen Asyl lebt.
Siehe auch: Nötigung und Spionage: Huawei macht US-Regierung schwere Vorwürfe
Die Vorwürfe laufen darauf hinaus, dass die beiden Spione die Aktivitäten auf dem Twitter-Konzern im Auge behalten sollten - und das galt nicht nur für die öffentlichen Äußerungen. Auch die privaten Daten und persönliche Nachrichten an andere Nutzer sollten ausgespäht werden. Hinter den fraglichen Accounts standen dabei Personen, die dem saudischen Königshaus und seinem Regime über das Land kritisch gegenüberstanden.
Bekannte Zielpersonen
Einer der beiden Beschuldigten soll sich Ende des Jahres 2014, als er bereits bei Twitter arbeitete, in London mit Vertretern Saudi Arabiens getroffen haben. Kurz darauf begann er, Daten bei seinem Arbeitgeber abzugreifen und weiterzuleiten. Bei einem der Betroffenen, der in der Klage als "Twitter User 1" geführt wird, soll es sich um einen recht prominenten Regime-Kritiker mit mehr einer einer Million Follower handeln.Auch nach seinem Weggang aus dem Unternehmen soll er seine Aktivitäten weitergeführt haben. So behielt er beispielsweise Kontakt zu einigen ehemaligen Kollegen und nutzte die Verbindung, um beispielsweise Nutzerkonten vorübergehend zu sperren. Das sollte dabei helfen, User zu enttarnen, die über Anonymisierungsdienste auf Twitter zugriffen. Über Strohfirmen und ein Bankkonto im Libanon soll der Spion für seine Dienste insgesamt mindestens 300.000 Dollar erhalten haben. Und eine Uhr im Wert von 20.000 Dollar.
Der zweite Angeklagte soll im Laufe des Jahres 2015 die Daten von rund 6000 Nutzern kopiert und aus dem Unternehmen mitgenommen haben. Zu den Zielpersonen gehörte hier unter anderem "Twitter User 9", der in der Klageschrift als bekannter und einflussreicher Kritiker des Königshauses beschrieben wird, der im kanadischen Asyl lebt.
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