Huawei: Uns von 5G-Netzen auszuschließen, macht sie nur unsicherer
Der chinesische Netzwerkausrüster steht seit Monaten unter Beobachtung und Beschuss hinsichtlich der 5G-Netze. So manches Land hat Huawei aus Angst vor Spionage verbannt. Im Unternehmen sieht man das natürlich kritisch und ein Manager hat nun gemeint, dass das die jeweiligen Ländern nicht sicherer macht, im Gegenteil.
In den USA und vielen europäischen Ländern sieht man Huawei mit großer Skepsis, auch wenn es echte Beweise für Backdoors und Spionagetätigkeiten bis heute nicht gibt. Australien war indes eines der ersten Länder, wo man einen Bann auch tatsächlich durchgezogen hat. Huawei hat in Down Under seit kurzem einen Chief Technology Officer und Sicherheitschef namens David Soldani. Dieser gab nun ein Interview, in dem er gegenüber ZDNet meinte, dass Australien damit Probleme heraufbeschwört.
"Bestimmte Firmen aus bestimmten Ländern zu verbannen, macht auch Australien nicht sicherer in Bezug auf Angelegenheiten der Cybersicherheit - in Wirklichkeit macht es die Sache schlimmer, weil man so nicht die wirklichen Probleme diesbezüglich anspricht", sagte Soldani. Infografik: Wer hat bei 5G die Nase vorn?
Künftig würden KIs und maschinelles Lernen die Komplexität der Netzwerke, die sich immer schlechter erklären lassen, ausnutzen und nach Lücken durchforsten. Soldani erwähnt gleich mehrmals das Wort Backdoor, diese stehen bekanntlich im Mittelpunkt der Debatte rund um Huawei. Denn dem Unternehmen wird vorgeworfen, Hintertüren für die chinesische Regierung einzubauen, das bestreitet Huawei aber vehement.
Soldani meint zudem, dass ein Ausschluss von Huawei von 5G und vielleicht auch künftigen Lösungen die Länder von ein bis zwei Firmen abhängig macht. Durch die fehlende Konkurrenz fällt auch eine Kontrollinstanz für deren Equipment weg.
"Bestimmte Firmen aus bestimmten Ländern zu verbannen, macht auch Australien nicht sicherer in Bezug auf Angelegenheiten der Cybersicherheit - in Wirklichkeit macht es die Sache schlimmer, weil man so nicht die wirklichen Probleme diesbezüglich anspricht", sagte Soldani. Infografik: Wer hat bei 5G die Nase vorn?
Falsche Sicherheit
Damit deutet Soldani an, dass sich die Länder in falscher Sicherheit wiegten, auch in Bezug auf die Zukunft. Er nannte auch die Vorbereitungen für 6G als Beispiel. Daran forscht Huawei bereits und man könne sehen, dass die Angriffsfläche für Cyberattacken größer werde.Künftig würden KIs und maschinelles Lernen die Komplexität der Netzwerke, die sich immer schlechter erklären lassen, ausnutzen und nach Lücken durchforsten. Soldani erwähnt gleich mehrmals das Wort Backdoor, diese stehen bekanntlich im Mittelpunkt der Debatte rund um Huawei. Denn dem Unternehmen wird vorgeworfen, Hintertüren für die chinesische Regierung einzubauen, das bestreitet Huawei aber vehement.
Soldani meint zudem, dass ein Ausschluss von Huawei von 5G und vielleicht auch künftigen Lösungen die Länder von ein bis zwei Firmen abhängig macht. Durch die fehlende Konkurrenz fällt auch eine Kontrollinstanz für deren Equipment weg.
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