Üppige Berater-Honorare: McKinsey ist gegen IBM ein kleines Licht
Das immer wieder in den Schlagzeilen stehende Unternehmen McKinsey ist keineswegs der Top-Berater der Bundesregierung. Sehr viel mehr Geld aus dem Steuertopf kassiert der Konzern IBM für Beratungsleistungen. Nahezu ein Drittel aller Ausgaben in dem Bereich fließen an IBM.
Die Fraktion der Linken im Bundestag wollte im Rahmen einer kleinen Anfrage genauer herausfinden, wie sich die 333 Millionen Euro verteilen, die laut früheren Angaben des Bundesfinanzministeriums im ersten halben Jahr 2019 von den 14 Bundesministerien an Beratungsfirmen bezahlt wurden. Wie die Nachrichtenagentur DPA nun unter Berufung auf die darauf folgende Antwort berichtete, steht IBM mit 115,2 Millionen Dollar an erster Stelle.
Namen wie McKinsey und Accenture, die in der Öffentlichkeit deutlich stärker für üppige Beratungshonorare bekannt sind, liegen mit 31 Millionen und 18,7 Millionen Euro noch nicht einmal direkt hinter Big Blue, sondern sind sogar noch eher kleine Lichter in dem Geschäft. Sie kommen in der Liste gerade einmal auf die Plätze sechs und zehn.
Die parlamentarische Staatssekretärin Bettina Hagedorn, von der die aktuellen Angaben stammen, merkte allerdings an, dass die Ministerien teils etwas unterschiedlich definieren, was genau als Beratungsleistung verbucht wird. Daher können sich die genauen Tätigkeiten entsprechend etwas voneinander unterscheiden.
Trotzdem gibt es inzwischen zumindest im Bundestag eine Debatte darüber, wo viel zu hohe Beraterhonorare bezahlt werden, statt vielleicht besser im jeweiligen Haus entsprechende eigene Kapazitäten mit festen Mitarbeitern aufzubauen. Das kann in einigen Fällen billiger sein und sogar bessere Ergebnisse bringen. Insbesondere das Bundesverteidigungsministerium ist hier mit seinen Aufträgen an McKinsey unter Beschuss geraten und ein Untersuchungsausschuss befasst sich aktuell mit dem Problem.
Siehe auch: Trump bietet Bill Gates Beraterjob an, der lehnt ab: 'Zeitverschwendung'
Namen wie McKinsey und Accenture, die in der Öffentlichkeit deutlich stärker für üppige Beratungshonorare bekannt sind, liegen mit 31 Millionen und 18,7 Millionen Euro noch nicht einmal direkt hinter Big Blue, sondern sind sogar noch eher kleine Lichter in dem Geschäft. Sie kommen in der Liste gerade einmal auf die Plätze sechs und zehn.
Mittelständler auf Rang 2
Sehr viel mehr Geld aus dem Steuertopf bekommt hingegen das eher unbekannte Unternehmen Conet. Die Firma aus Nordrhein-Westfalen kassierte immerhin 79,5 Millionen Euro und liegt damit auf Platz zwei vor dem großen Wirtschaftsprüfungs-Konzern PricewaterhouseCoopers, der 55,9 Millionen Euro überwiesen bekam.Die parlamentarische Staatssekretärin Bettina Hagedorn, von der die aktuellen Angaben stammen, merkte allerdings an, dass die Ministerien teils etwas unterschiedlich definieren, was genau als Beratungsleistung verbucht wird. Daher können sich die genauen Tätigkeiten entsprechend etwas voneinander unterscheiden.
Trotzdem gibt es inzwischen zumindest im Bundestag eine Debatte darüber, wo viel zu hohe Beraterhonorare bezahlt werden, statt vielleicht besser im jeweiligen Haus entsprechende eigene Kapazitäten mit festen Mitarbeitern aufzubauen. Das kann in einigen Fällen billiger sein und sogar bessere Ergebnisse bringen. Insbesondere das Bundesverteidigungsministerium ist hier mit seinen Aufträgen an McKinsey unter Beschuss geraten und ein Untersuchungsausschuss befasst sich aktuell mit dem Problem.
Siehe auch: Trump bietet Bill Gates Beraterjob an, der lehnt ab: 'Zeitverschwendung'
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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