Epic Games scheitert mit Klage gegen einen 14-jährigen Cheater
Epic Games hat Ende 2017 einen damals 14-jährigen Jungen in den USA verklagt, weil dieser Cheats auf YouTube veröffentlicht und "beworben" hat. Und der Entwickler wollte von dieser Klage auch nicht abrücken. Doch nun steht fest: Der Minderjährige kommt ohne Konsequenzen davon.
Der Nutzer mit dem Namen "Sky Orbit" gehörte zu einer Reihe an Cheatern, die Post von der Rechtsabteilung von Epic Games bekommen haben. Der Vorwurf lautete auf Urheberrechtsverletzung, allerdings ging es dabei nicht um das illegale Kopieren eines Spiels oder ähnliches, sondern um das Zeigen, Bewerben und Verteilen von Cheats - auch das sei ein Copyright-Verstoß, so Epic.
In den meisten Fällen kam es zu außergerichtlichen Einigungen, bei einem Nutzer war die Sache aber komplizierter. Denn "Sky Orbit" war zum damaligen Zeitpunkt erst 14 Jahre alt, Epic rückte aber auch nach dem öffentlichkeitswirksamen Auftauchen eines Briefes der Mutter des 14-Jährigen nicht von den rechtlichen Schritten ab.
Der Fall machte nur langsam Fortschritte, wie TorrentFreak berichtet. C.R., so die Initialen von Sky Orbit, nahm sich keinen Anwalt und reagierte nicht auf die Vorladungen. Daraufhin verlangte Epic vom Gericht ein so genanntes Versäumnisurteil. Das Carolina District Court in North Carolina sah das aber anders und wertete den Brief der Mutter als Antrag, die Klage abzuweisen.
Die Mutter argumentierte darin, dass der Endbenutzer-Lizenzvertrag (EULA) legal nicht bindend sei und Minderjährige die Zustimmung von Erziehungsberechtigten bräuchten, was aber hier nicht erfolgt sei. Das Gericht hat sich die Argumente angehört, aber entschieden, dass dies nicht ausreichend sei, um den Fall offiziell abzuweisen. Dann wurde es wieder still um den Fall und Epic beantragte erneut ein Versäumnisurteil.
In den meisten Fällen kam es zu außergerichtlichen Einigungen, bei einem Nutzer war die Sache aber komplizierter. Denn "Sky Orbit" war zum damaligen Zeitpunkt erst 14 Jahre alt, Epic rückte aber auch nach dem öffentlichkeitswirksamen Auftauchen eines Briefes der Mutter des 14-Jährigen nicht von den rechtlichen Schritten ab.
Der Fall machte nur langsam Fortschritte, wie TorrentFreak berichtet. C.R., so die Initialen von Sky Orbit, nahm sich keinen Anwalt und reagierte nicht auf die Vorladungen. Daraufhin verlangte Epic vom Gericht ein so genanntes Versäumnisurteil. Das Carolina District Court in North Carolina sah das aber anders und wertete den Brief der Mutter als Antrag, die Klage abzuweisen.
Die Mutter argumentierte darin, dass der Endbenutzer-Lizenzvertrag (EULA) legal nicht bindend sei und Minderjährige die Zustimmung von Erziehungsberechtigten bräuchten, was aber hier nicht erfolgt sei. Das Gericht hat sich die Argumente angehört, aber entschieden, dass dies nicht ausreichend sei, um den Fall offiziell abzuweisen. Dann wurde es wieder still um den Fall und Epic beantragte erneut ein Versäumnisurteil.
Hin und Her
Dabei ging es Epic aber nicht um eine Verurteilung im klassischen Sinne, der Entwickler wollte erreichen, dass C.R. vergleichbare Aktivitäten künftig gerichtlich untersagt werden. Nach einem erneuten Hin und Her wurde der Epic Games-Antrag ein weiteres Mal abgewiesen. Denn gegen Minderjährige darf in Abwesenheit nicht geurteilt werden, laut Richter sei der Brief der Mutter nicht als Repräsentation zu werten.
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