Ansturm auf Area 51: Facebook löscht Event mit 2 Mio. Teilnehmern

Facebook zieht die Reißleine und löscht das zum Internet-Phänomen ge­wor­dene Event zum Sturm auf die Militärbasis "Area 51". Über zwei Millionen Mitglieder hatten sich für die mehr oder weniger geplante Ver­an­staltung am 20. September im US-Bundesstaat Nevada angemeldet.
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Unter dem Motto "Storm Area 51, They Can't Stop All of Us" (dt. Stürmt Area 51, Sie können uns nicht alle aufhalten) wurde der eigentlich satirisch gemeinte Termin vom 20-jährigen Matty Roberts auf Facebook angelegt, der sich innerhalb kürzester Zeit als Anlaufstelle für viele Alien-Begeisterte entwickelte. Der Hype in der Internet-Szene schien kein Ende zu nehmen: Millionen Anmeldungen, die teilweise ernster zu sein scheinen, als es sich der Ersteller aus Kalifornien einst gedacht hatte. Das Thema wurde in US-amerikanischen Talkshows aufgegriffen, die US-Luftwaffe schaltete sich ein und letztendlich zog Facebook einen Schlussstrich.


Auch der Ersatztermin wurde von Facebook gestrichen

Vor wenigen Tagen wurde der "Area 51"-Raid von den Moderatoren des sozialen Netzwerks gesperrt. Grund dafür seien nach offiziellen Angaben Verstöße gegen die Community-Richt­li­nien. Kurz darauf wurde auch eine Ersatzveranstaltung, welche immerhin 15.000 Men­schen anzog, ebenfalls entfernt. Die Sperrung, gegen die Robert bereits Einspruch eingelegt hat, stößt bei ihm sauer auf. Gegenüber CNET nahm er Stellung: "Ich denke es ist ziemlich rücksichtslos von Facebook, vor allem weil ich versuche die Leute vom Ansturm auf die Basis abzuhalten. Und nun habe ich mein ganzes Publikum verloren."

Seit der gewaltigen Aufmerksamkeit der Face­book-Seite versucht Roberts die Veranstaltung vom Area 51-Ansturm wegzubewegen, hin zu einem möglichen Musikfestival im 70 Kilometer entfernten Rachel, Nevada. Er rechnet dabei mit circa 20.000 Besuchern. Ob sich trotz der Löschung des Events seitens Facebook einige Menschen am 20. September vor der Militär­ba­sis, die offiziell "Homey Airport" oder "Groom Lake" genannt wird, einfinden werden, bleibt abzuwarten. Es wäre in jedem Fall nicht das erste öffentliche Facebook-Event, das aus dem Ruder laufen würde.
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