Tote Mädchen lügen nicht:
Netflix ändert umstrittene Suizid-Szene
Die Netflix-Serie "13 Reasons Why" ist populär, seit der ersten Staffel gibt es aber Diskussionen dazu. Denn zentraler Ausgangspunkt der Serie ist der Suizid der Figur Hannah Baker. Diese hinterlässt 13 Audiokassetten, in denen sie die Hintergründe für ihre Tat erläutert, allen voran Mobbing.
Dieser Suizid war für Kritiker jedoch zu detailliert und grafisch dargestellt. Denn auch wenn die Netflix-Serie Mobbing unter Jugendlichen thematisiert und auch die Folgen für Betroffene enttabuisiert, so meinten Psychologen und Schulexperten, dass die zu explizite Darstellung der rund drei Minuten langen Szene die Angelegenheit verkompliziere und Nachahmer zur Folge haben könnte.
Netflix folgt damit dem Expertenrat, denn das Streaming-Portal hat sich damit lange Zeit gelassen - schließlich startet demnächst die dritte Staffel der Serie. Auf dem offiziellen Twitter-Konto von 13 Reasons Why, wie die bei uns als "Tote Mädchen lügen nicht" bekannte Produktion im Original heißt, wurde ein längeres Statement veröffentlicht, in dem die Entscheidung begründet wird.
Demnach habe man zwar von vielen Jugendlichen gehört, dass 13 Reasons Why ihnen dabei geholfen habe, sich zu Themen wie Depression und Suizidgedanken zu öffnen, dennoch befolgt man nun den Rat zahlreicher Experten wie Christine Moutier von der American Foundation for Suicide Prevention. Moutier und ihre Kollegen haben die Szene angesehen und gemeint, dass diese das Gegenteil erreichen könne.
Laut The Hollywood Reporter hat Netflix die Szene zum Großteil herausgeschnitten (der Suizid wird natürlich weiterhin thematisiert, ist aber nicht mehr detailliert zu sehen). Netflix hat auch angekündigt, dass man auch gegen illegale Ausschnitte, die im Netz auftauchen, vorgehen wird.
Netflix folgt damit dem Expertenrat, denn das Streaming-Portal hat sich damit lange Zeit gelassen - schließlich startet demnächst die dritte Staffel der Serie. Auf dem offiziellen Twitter-Konto von 13 Reasons Why, wie die bei uns als "Tote Mädchen lügen nicht" bekannte Produktion im Original heißt, wurde ein längeres Statement veröffentlicht, in dem die Entscheidung begründet wird.
Demnach habe man zwar von vielen Jugendlichen gehört, dass 13 Reasons Why ihnen dabei geholfen habe, sich zu Themen wie Depression und Suizidgedanken zu öffnen, dennoch befolgt man nun den Rat zahlreicher Experten wie Christine Moutier von der American Foundation for Suicide Prevention. Moutier und ihre Kollegen haben die Szene angesehen und gemeint, dass diese das Gegenteil erreichen könne.
Werther-Effekt
Zuvor ist durch eine Studie ein kausaler Zusammenhang zwischen der Suizidrate in den USA und der Ausstrahlung von 13 Reasons Why bewiesen worden. Dieser Zusammenhang ist auch als Werther-Effekt bekannt, was auf eine (angebliche) Welle von Selbsttötungen nach der Veröffentlichung von Johann Wolfgang von Goethes "Die Leiden des jungen Werthers" anspielt.Laut The Hollywood Reporter hat Netflix die Szene zum Großteil herausgeschnitten (der Suizid wird natürlich weiterhin thematisiert, ist aber nicht mehr detailliert zu sehen). Netflix hat auch angekündigt, dass man auch gegen illegale Ausschnitte, die im Netz auftauchen, vorgehen wird.
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