Geschickter Zug: Netflix unterschreibt Tarifvertrag für Schauspieler
Der Streaming-Dienst Netflix hat einen unerwarteten Schritt gemacht: Das Unternehmen unterzeichnete erstmals einen Tarifvertrag mit einer Schauspieler-Gewerkschaft. Vorteile bietet das in erster Linie den Mitgliedern der Organisation, doch ist das auch für Netflix voraussichtlich ein lohnenswerter Schachzug.
Für gewöhnlich herrscht zwischen den klassischen Gewerkschaften und den Internet-Unternehmen eher keine besonders innige Beziehung. Netflix hat in der Vergangenheit so zwar auch schon vielfach mit Schauspielern zusammengearbeitet, die in der Gewerkschaft SAG-AFTRA organisiert sind und dabei die von der Organisation ausgearbeiteten Standard-Verträge akzeptiert, doch feste Vereinbarungen gab es nicht.
Das ändert sich nun aber: Wie die Gewerkschaft mitteilte, habe man erstmals einen richtigen Tarifvertrag mit einem Streaming-Dienst abschließen können. Dieser gilt vorerst für die kommenden drei Jahre für Schauspieler und auch Synchronsprecher, die ausländische und animierte Netflix-Produktionen mit englischen Sprachinhalten versorgen, sowie Stunt-Performer.
Von dem Vertragsabschluss profitieren natürlich in erster Linie die zahlreichen Akteure, die nicht zum kleinen Kreis der großen Film- und Serien-Stars gehören. Diese müssen nun nicht mehr nur mit ihren produktionsabhängigen Einzelverträgen kalkulieren, sondern bekommen klare Prämien-Regelungen, Überstunden am Set werden nach festgelegten Regelungen bezahlt und es gibt weitergehende rechtliche Absicherungen.
Dass Netflix sich auf den Tarifvertrag einließ, dürfte auch am gewachsenen Konkurrenzkampf um gute Darsteller liegen. Denn neben den etablierten Produktionsfirmen sind im Zuge des Streaming-Booms diverse neue Firmen auf der Suche nach Schauspielern, die in zahlreichen Eigenproduktionen gecastet werden können. Aus der Perspektive Netflix' ist es dabei natürlich ein Vorteil, die Sicherheiten des Tarifvertrages zu bieten. Und auch bei der Verpflichtung von bekannteren Namen kann das aufgrund der berufsinternen Solidarität von Schauspielern untereinander auch mal einen Ausschlag geben.
Generell hat man es bei Filmproduktionen in den USA sehr häufig mit der Gewerkschaft zu tun. In der SAG-AFTRA sind immerhin rund 160.000 Menschen organisiert, die als Schauspieler oder in verwandten Berufen tätig sind.
Siehe auch: Netflix startet günstigsten Tarif, der nur mobil genutzt werden kann
Das ändert sich nun aber: Wie die Gewerkschaft mitteilte, habe man erstmals einen richtigen Tarifvertrag mit einem Streaming-Dienst abschließen können. Dieser gilt vorerst für die kommenden drei Jahre für Schauspieler und auch Synchronsprecher, die ausländische und animierte Netflix-Produktionen mit englischen Sprachinhalten versorgen, sowie Stunt-Performer.
Von dem Vertragsabschluss profitieren natürlich in erster Linie die zahlreichen Akteure, die nicht zum kleinen Kreis der großen Film- und Serien-Stars gehören. Diese müssen nun nicht mehr nur mit ihren produktionsabhängigen Einzelverträgen kalkulieren, sondern bekommen klare Prämien-Regelungen, Überstunden am Set werden nach festgelegten Regelungen bezahlt und es gibt weitergehende rechtliche Absicherungen.
Dass Netflix sich auf den Tarifvertrag einließ, dürfte auch am gewachsenen Konkurrenzkampf um gute Darsteller liegen. Denn neben den etablierten Produktionsfirmen sind im Zuge des Streaming-Booms diverse neue Firmen auf der Suche nach Schauspielern, die in zahlreichen Eigenproduktionen gecastet werden können. Aus der Perspektive Netflix' ist es dabei natürlich ein Vorteil, die Sicherheiten des Tarifvertrages zu bieten. Und auch bei der Verpflichtung von bekannteren Namen kann das aufgrund der berufsinternen Solidarität von Schauspielern untereinander auch mal einen Ausschlag geben.
Generell hat man es bei Filmproduktionen in den USA sehr häufig mit der Gewerkschaft zu tun. In der SAG-AFTRA sind immerhin rund 160.000 Menschen organisiert, die als Schauspieler oder in verwandten Berufen tätig sind.
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