Nächstes Urteil gegen Prenda-Copyright-Troll, nun "nur" 5 Jahre Haft
Die Anwaltsfirma Prenda Law gilt als einer der größter Copyright-Trolle aller Zeiten. Prenda hat Nutzer nämlich nicht bloß abgemahnt, man hat ein ausgeklügeltes System entwickelt, um Opfer möglichst effektiv auszuquetschen. Das Ganze flog auf und nun gibt es das nächste Urteil gegen einen der Drahtzieher.
Mitte Juni gab es das erste Urteil gegen einen der Hauptverantwortlichen der Prenda-Law-Masche bzw. -Betrügerei. Paul Hansmeier bekam die empfindliche Haftstrafe von 14 Jahren, diese war sogar höher als von der Staatsanwaltschaft gefordert. Nun folgte das nächste Urteil, mit John Steele musste sich ein weiterer Drahtzieher von Prenda Law vor Gericht verantworten.
Die Staatsanwaltschaft stellte ausdrücklich fest, dass Steele "im Gegensatz zu seinem Mitangeklagten Hansmeier die Verantwortung für seine Taten akzeptiert und sofort eifrig und leidenschaftlich mit den Behörden kooperiert hat". Hansmeier hat zwar auch mit dem Gericht zusammengearbeitet, allerdings erst dann, als die Beweislast so erdrückend war, dass er ohnehin nichts anderes tun konnte. Für das Gericht spielte das auch keine Rolle mehr, an der Härte des Urteils änderte das letztlich nichts.
Auch bei Steele stand eine Haftstrafe von zwölf Jahren auf dem Papier, die Staatsanwaltschaft empfahl aber eine Reduktion des Haftmaßes und das Gericht folgte dieser Empfehlung. Prenda Law hat seinerzeit u. a. Pornofilme drehen lassen, die einzig und alleine für Filesharing-Netzwerke gedacht waren, damit diese als "Honeypots" Opfer zum Abmahnen und Verklagen anziehen.
Siehe auch: Mehr als gefordert - Copyright-Troll muss für 14 Jahre hinter Gitter
Volle Kooperation
Im Gegensatz zu seinem Partner muss Steele aber keine 14 Jahre ins Gefängnis, Steele kam mit einer Haftstrafe von fünf Jahren davon. Grund dafür ist, dass er von Anfang an mit den Behörden kooperiert hat. Wie TorrentFreak berichtet, hat sich Steele nicht vor der "hässlichen Wahrheit seiner Verbrechen" gedrückt, er zeigte sich von Beginn an sehr kooperativ bei der Aufklärung.Die Staatsanwaltschaft stellte ausdrücklich fest, dass Steele "im Gegensatz zu seinem Mitangeklagten Hansmeier die Verantwortung für seine Taten akzeptiert und sofort eifrig und leidenschaftlich mit den Behörden kooperiert hat". Hansmeier hat zwar auch mit dem Gericht zusammengearbeitet, allerdings erst dann, als die Beweislast so erdrückend war, dass er ohnehin nichts anderes tun konnte. Für das Gericht spielte das auch keine Rolle mehr, an der Härte des Urteils änderte das letztlich nichts.
Auch bei Steele stand eine Haftstrafe von zwölf Jahren auf dem Papier, die Staatsanwaltschaft empfahl aber eine Reduktion des Haftmaßes und das Gericht folgte dieser Empfehlung. Prenda Law hat seinerzeit u. a. Pornofilme drehen lassen, die einzig und alleine für Filesharing-Netzwerke gedacht waren, damit diese als "Honeypots" Opfer zum Abmahnen und Verklagen anziehen.
Siehe auch: Mehr als gefordert - Copyright-Troll muss für 14 Jahre hinter Gitter
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