"Fundamentaler Verfall":
Experten erwarten miese iPhone-Verkäufe
Apple erlebt derzeit turbulente Zeiten, manch einer könnte sogar bereits von einer Krise sprechen. Der jüngste Höhepunkt war der Abgang von Design-Legende Jony Ive, trotz aller Dementi dürfte dieser nicht ganz so harmonisch über die Bühne gegangen sein. Nun drohen auch noch auf dem Börsenparkett Schwierigkeiten.
Apple kannte in den vergangenen Jahren - trotz der üblichen Auf- und Ab-Bewegungen - an der Börse nur eine Richtung: nach oben. Doch zuletzt stottert der sonst so zuverlässige Apfel-Antrieb und das nicht zu wenig. Der mediale Höhepunkt war der ziemlich überraschende Abgang von Jony Ive, laut Medienberichten war dafür unter anderem das fehlende Design-Interesse von Tim Cook verantwortlich - was der Apple-CEO aber energisch dementiert.
Aber: Bei Rosenblatt geht man davon aus, dass Apple "in den nächsten sechs bis zwölf Monaten eine fundamentale Verschlechterung" erleben wird. Als Folge hat man die Einschätzung der Apple-Aktien von "neutral" auf "verkaufen" geändert.
Im Detail rechnen die Banker vor allem mit "enttäuschenden" iPhone-Verkäufen. Die iPad-Zahlen werden sich in der zweiten Hälfte von 2019 einbremsen, HomePod, AirPod und Apple Watch werden die Umsatzeinbußen wohl nicht ausgleichen können, so Rosenblatt Securities.
Siehe auch: Senf dazu: Es steht fest - das Apple iPhone 11 wird ein Design-Fail
Fall-Obst
An der Börse wird die Stimmung in Bezug auf die Zukunft von Apple immer skeptischer bzw. nervöser. So haben die Banker und Analysten von Rosenblatt Securities ihren Kunden mitgeteilt (via AppleInsider), dass man nicht mehr viel Vertrauen in die Aktien der Kalifornier hat. Zwar will man Apple derzeit nicht als "Short" einstufen (also für eine Spekulation auf sinkende Kurse klassifizieren), denn dafür hat das Unternehmen zu viele Bargeldreserven und ein bedeutendes Aktien-Rückkauf-Programm.Aber: Bei Rosenblatt geht man davon aus, dass Apple "in den nächsten sechs bis zwölf Monaten eine fundamentale Verschlechterung" erleben wird. Als Folge hat man die Einschätzung der Apple-Aktien von "neutral" auf "verkaufen" geändert.
Im Detail rechnen die Banker vor allem mit "enttäuschenden" iPhone-Verkäufen. Die iPad-Zahlen werden sich in der zweiten Hälfte von 2019 einbremsen, HomePod, AirPod und Apple Watch werden die Umsatzeinbußen wohl nicht ausgleichen können, so Rosenblatt Securities.
Enttäuschung iPhone XS
Besonders hart gehen die Analysten mit dem iPhone XS ins Gericht, dieses sei "eines der am schlechtesten verkauften iPhones in der Geschichte von Apple". Schuld ist die noch verhältnismäßig neue Drei-Geräte-Strategie von Apple, diese schade dem XS am meisten, wobei vom iPhone XR mehr Geräte verkauft werden als vom iPhone XS und iPhone XS Max zusammen. Apple könnte auch deshalb eine längere Durststrecke drohen, weil viele Kunden das diesjährige Modell in Erwartung des wohl für 2020 geplanten 5G-Geräts auslassen dürften.Siehe auch: Senf dazu: Es steht fest - das Apple iPhone 11 wird ein Design-Fail
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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