John Oliver greift Amazon scharf an, der Konzern reagiert beleidigt
Der HBO-Polit-Comedian John Oliver ist in seiner rund halbstündigen Sendung ein scharfer Kritiker populistischer Politik, allen voran der aktuellen US-Regierung, aber immer wieder auch sozialer Missstände. Aktuell nahm er die Logistikzentren ins Visier und kritisierte vor allem Amazon scharf. Dort reagiert man ausweichend.
Der Grund, warum der Brite in Last Week Tonight with John Oliver Amazon gerade jetzt zum Gegenstand seiner Sendung gemacht hat, ist kein Zufall. Denn der in Seattle beheimatete Konzern veranstaltet Mitte Juli seinen Prime Day und wird an gleich zwei Tagen enorm viele Produkte nicht nur verkaufen, sondern auch verschicken.
Oliver widmet sich allerdings nicht ausschließlich Amazon, er beleuchtet in seiner Sendung "Warehouses" allgemein, also auch Logistik- und Versandzentren anderer Unternehmen. Dennoch ist Amazon schon alleine aufgrund der Marktmacht im Zentrum der Kritik von Oliver.
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In dem Beitrag wird betont, dass Amazon nicht der "schlechte Akteur in dieser Industrie" sei, so greift der Versandhausriese in der Regel nicht auf Subunternehmer zu (wo meist üblere Bedingungen herrschen) und hat zuletzt in den USA den Mindestlohn auf 15 Dollar angehoben. Oliver und sein Team beleuchten aber in weiterer Folge den immensen (Zeit-)Druck und die harten Arbeitsbedingungen.
Wenn es um Missstände beim eigenen Unternehmen geht, vergeht ihm das Lachen aber offenbar. Clark meinte, dass er stolz auf sein Team sei und Andeutungen, dass die Mitarbeiter in einem Umfeld arbeiteten, wie es Olivers Sendung porträtiert, beleidigend bzw. unverschämt seien. Clark wirft den Machern der Sendung vor, dass sie eine Einladung, sich selbst ein Bild vor Ort zu machen, ausgeschlagen hätten.
Auf konkrete Vorwürfe wie den Zeit- und Leistungsdruck, der u. a. zur Folge hat, dass Mitarbeiter sich nicht trauen, auf die Toilette zu gehen, geht Clark indes nicht ein, sondern verwies allgemein darauf, dass man bei Amazon "stolz" sei, in seinen Einrichtungen "sichere und hochwertige Arbeitsbedingungen" zu haben.
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Oliver widmet sich allerdings nicht ausschließlich Amazon, er beleuchtet in seiner Sendung "Warehouses" allgemein, also auch Logistik- und Versandzentren anderer Unternehmen. Dennoch ist Amazon schon alleine aufgrund der Marktmacht im Zentrum der Kritik von Oliver.
Auf YouTube ansehenLachen bleibt stecken
Die Kritik war wie immer in viel Humor verpackt, doch im typischen John-Oliver-Stil bleibt einem das Lachen immer wieder im Hals stecken. So wurde unter anderem eine Statistik gezeigt, dass die Angestellten solcher Logistikzentren höhere Verletzungs- und Krankheitsraten haben als in Kohleminen und im Bauwesen.In dem Beitrag wird betont, dass Amazon nicht der "schlechte Akteur in dieser Industrie" sei, so greift der Versandhausriese in der Regel nicht auf Subunternehmer zu (wo meist üblere Bedingungen herrschen) und hat zuletzt in den USA den Mindestlohn auf 15 Dollar angehoben. Oliver und sein Team beleuchten aber in weiterer Folge den immensen (Zeit-)Druck und die harten Arbeitsbedingungen.
Amazon antwortet
Amazon hat mittlerweile auf den Bericht reagiert und man teilt die Meinung von John Oliver natürlich nicht: Dave Clark Senior, Vice President Worldwide Operations bei Amazon, sagte in einer Reihe an Tweets, dass er zwar Fan der Show sei und gerne zusieht, wenn Oliver die Mängel bei Unternehmen und Regierungen aufzeigt.Wenn es um Missstände beim eigenen Unternehmen geht, vergeht ihm das Lachen aber offenbar. Clark meinte, dass er stolz auf sein Team sei und Andeutungen, dass die Mitarbeiter in einem Umfeld arbeiteten, wie es Olivers Sendung porträtiert, beleidigend bzw. unverschämt seien. Clark wirft den Machern der Sendung vor, dass sie eine Einladung, sich selbst ein Bild vor Ort zu machen, ausgeschlagen hätten.
Auf konkrete Vorwürfe wie den Zeit- und Leistungsdruck, der u. a. zur Folge hat, dass Mitarbeiter sich nicht trauen, auf die Toilette zu gehen, geht Clark indes nicht ein, sondern verwies allgemein darauf, dass man bei Amazon "stolz" sei, in seinen Einrichtungen "sichere und hochwertige Arbeitsbedingungen" zu haben.
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