Samsung soll's richten: Intel will CPU-Fertigung wohl erstmals auslagern
Intel ringt hinter den Kulissen weiter mit dem Problem, dass die Verzögerungen rund um die Umstellung der Produktion von Prozessoren auf nur noch 10 Nanometer Strukturbreite sich auch auf die 14-nm-Chips auswirken. Jetzt hat man anscheinend einen hilfsbereiten, wenn auch unerwarteten Partner gefunden: Samsung.
Wie das südkoreanische Magazin Sedaily berichtet, hat Intel offenbar eine Partnerschaft mit Samsungs Halbleitersparte geschlossen, um damit den bei den PC-Prozessoren bestehenden Engpässen bezüglich der verfügbaren Produktionskapazitäten Herr zu werden. Es wäre das erste Mal überhaupt, dass Intel sich bei einem Konkurrenten Hilfe holt, um seine hausgemachten Fertigungsprobleme in den Griff zu bekommen. Samsung hatte Intel vor einigen Jahren erstmals als weltgrößter Halbleiterproduzent abgelöst, was vor allem dem Boom bei Flash- und Arbeitsspeichermodulen geschuldet ist.
Angeblich soll Samsung Semiconductor nun die Produktion von Intel-Chips mit 14 Nanometer Strukturbreite übernehmen, wobei sich die Firmen wohl zunächst darauf verständigt haben, dass Samsung die neuen "Rocket Lake"-SoCs bauen wird, die ab 2021 in Mini-PCs verwendet werden sollen. Die Massenfertigung dieser Chips bei Samsung soll offenbar ab dem vierten Quartal 2020 anlaufen, so dass es wohl noch einige Zeit dauern wird, bis sich die Lage in Sachen Engpässe rund um Intel-Chips tatsächlich entspannt.
Die bisher bereits verfügbaren 14-nm-SoCs von Intel bleiben also auch weiterhin von massiven Engpässen betroffen, so dass sich die Lage vorerst kaum ändern dürfte. Samsung profitiert von der Kooperation mit Intel nicht nur, weil man einen neuen Kunden für die Tätigkeiten als Vertragsfertiger gewinnt. Gleichzeitig dürfte Samsungs Speichersparte auch großes Interesse daran haben, dass Intel weiterhin große Stückzahlen an PC-Chips verkauft, schließlich ist Samsung mit seinen DRAM- und NAND-Flash-Chips Marktführer bei Arbeitsspeicher und SSDs.
10-Nanometer-Probleme zwingen Intel erstmals zu Auslagerung
Bisher verließ sich die für PC-CPUs zuständige Intel Client Computing Group (CCG) immer auf die Intel-eigenen Fertigungsanlagen, um alle Komponenten produzieren zu lassen. Weil deren Ressourcen aber inzwischen beschränkt sind, sah sich Intel seit einiger Zeit nach externen Partnern um. Unter anderem wurde dabei auch mit dem weltgrößten Chip-Vertragsfertiger TSMC verhandelt, der die Produktion von Chipsätzen für Mainboards mit Intel-CPU übernehmen sollte.Angeblich soll Samsung Semiconductor nun die Produktion von Intel-Chips mit 14 Nanometer Strukturbreite übernehmen, wobei sich die Firmen wohl zunächst darauf verständigt haben, dass Samsung die neuen "Rocket Lake"-SoCs bauen wird, die ab 2021 in Mini-PCs verwendet werden sollen. Die Massenfertigung dieser Chips bei Samsung soll offenbar ab dem vierten Quartal 2020 anlaufen, so dass es wohl noch einige Zeit dauern wird, bis sich die Lage in Sachen Engpässe rund um Intel-Chips tatsächlich entspannt.
Die bisher bereits verfügbaren 14-nm-SoCs von Intel bleiben also auch weiterhin von massiven Engpässen betroffen, so dass sich die Lage vorerst kaum ändern dürfte. Samsung profitiert von der Kooperation mit Intel nicht nur, weil man einen neuen Kunden für die Tätigkeiten als Vertragsfertiger gewinnt. Gleichzeitig dürfte Samsungs Speichersparte auch großes Interesse daran haben, dass Intel weiterhin große Stückzahlen an PC-Chips verkauft, schließlich ist Samsung mit seinen DRAM- und NAND-Flash-Chips Marktführer bei Arbeitsspeicher und SSDs.
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