Illegales Cardsharing: Vorladungen für zahlreiche deutsche Nutzer
Das so genannte Cardsharing ist eine der ältesten illegalen Maschen, um sich günstiger Zugriff auf Pay-TV-Kanäle zu verschaffen. Die Anbieter dieser "Dienste" sind aber oftmals dubios und für die Kunden eines bestimmten Unternehmens dürfte das nun rechtliche Konsequenzen haben.
Genauer gesagt geht es um den Anbieter CCCam-Service.com. Wie das Blog Tarnkappe berichtet, bekommen dessen Kunden dieser Tage Schreiben von unterschiedlichen Staatsanwaltschaften. Der Inhalt dieser Vorladungen geht über herkömmliche Abmahnungen weit hinaus. Denn die Vorwürfe beinhalten folgende Punkte: Verdacht auf Computerbetrug, unerlaubter Eingriff in technische Schutzmaßnahmen sowie Beihilfe zum Ausspähen von Daten.
Tarnkappe schreibt, dass man ein geschwärztes Schreiben der Staatsanwaltschaft Rostock zugespielt bekommen habe, dort heißt es, dass der Fall auf Ermittlungen gegen keytv.net zurückgeht. Dieser ist mittlerweile offline, doch der Empfänger des Schreibens sei laut der Staatsanwaltschaft zu CCCam-Service.com gewechselt.
Das Ganze hat auch einen fast schon kuriosen Aspekt, denn die Seite selbst ist nach wie vor online und das, obwohl dieser Cardsharing-Dienst alles andere als einen guten Ruf hat und bereits in Vergangenheit zahlreiche Nutzer abgezockt haben soll. An sich klingt das Angebot verlockend, denn für zehn Euro (und weniger) bekommen Nutzer Zugang zu Abo-Sendern wie Al Jazeera, Sky, Nova, Digiturk, Polsat, Willy.Tel, Redlight HD, Penthouse HD, ORF, Orange und etlichen mehr.
Tarnkappe schreibt, dass man ein geschwärztes Schreiben der Staatsanwaltschaft Rostock zugespielt bekommen habe, dort heißt es, dass der Fall auf Ermittlungen gegen keytv.net zurückgeht. Dieser ist mittlerweile offline, doch der Empfänger des Schreibens sei laut der Staatsanwaltschaft zu CCCam-Service.com gewechselt.
Per Bitcoin aufgeflogen
Einen ähnlichen Weg dürften zahlreiche andere Kunden gegangen sein, Ermittlungen laufen gegen die Eigentümer von rund 17.000 Bitcoin-Adressen. In Deutschland machten knapp 2500 Nutzer den Fehler, die Transaktion über Bitcoin.de durchgeführt zu haben, dadurch gelangten die Behörden an die Identitäten der Kunden - ein Unternehmen mit Sitz in Deutschland ist zur Herausgabe derartiger Daten rechtlich verpflichtet.Das Ganze hat auch einen fast schon kuriosen Aspekt, denn die Seite selbst ist nach wie vor online und das, obwohl dieser Cardsharing-Dienst alles andere als einen guten Ruf hat und bereits in Vergangenheit zahlreiche Nutzer abgezockt haben soll. An sich klingt das Angebot verlockend, denn für zehn Euro (und weniger) bekommen Nutzer Zugang zu Abo-Sendern wie Al Jazeera, Sky, Nova, Digiturk, Polsat, Willy.Tel, Redlight HD, Penthouse HD, ORF, Orange und etlichen mehr.
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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