Embargo: Huawei kann Software für Chip-Entwicklung nicht updaten
Seine ARM-Lizenz liegt schon auf Eis, doch nun kommt für den von US-Sanktionen gebeutelten chinesischen Hersteller noch ein weiteres Problem hinzu, das die Fertigung aktueller Prozessoren für seine Smartphones behindern dürfte. Der Hersteller der für das Chipdesign verwendeten Software liefert keine Updates mehr.
Wie der japanische Wirtschaftsdienst Nikkei Asian Review berichtet, hat der weltgrößte Hersteller von Software für Chip-Design aufgehört, Aktualisierungen seiner Programme an Huawei zu liefern. Die Firma namens Synopsys hat laut mehreren Quellen des Berichts ihre Mitarbeiter angewiesen, keine Updates für die von Huawei genutzten Programme an den chinesischen Telekommunikationsausrüster herauszugeben.
Synopsys reagiert damit angeblich auf die Entscheidung der US-Regierung, das Unternehmen auf ihre sogenannte "Entity List" zu setzen, die es amerikanischen Firmen verbietet, mit Huawei Handel zu treiben. Synopsys ist in Kalifornien ansässig und somit direkt von den US-Sanktionen betroffen. Für Huawei bedeutet die Entscheidung von Synopsys, die Zusammenarbeit ruhen zu lassen, dass die hauseigene Chip-Sparte, die unter anderem für die Smartphone-Prozessoren der Kirin-Serie, aber auch für die 5G-Modems des Konzerns verantwortlich ist, bald mit veralteter Software arbeiten muss.
Angeblich hat Huawei bereits die Arbeiten an seinen kommenden Flaggschiff-SoCs für Smartphones fertiggestellt, die von einer Quelle des Berichts jeweils als Kirin 985 und Kirin 990 bezeichnet werden. Normalerweise bringt das Unternehmen nur ein Mal im Jahr einen neuen Top-SoC in seine Geräte, so dass Huawei zumindest theoretisch für dieses und das kommende Jahr vorgesorgt hätte. Für die Jahre darauf sei die Lage jedoch derzeit unklar, heißt es.
Wer nun denkt, Huawei könne doch auch auf illegale Kopien der benötigten Tools zurückgreifen, liegt damit angeblich falsch. Zwar sind die Programme von Synopsys und Cadence auch als "Raubkopien" erhältlich, doch sollen sich daraus Probleme bei der Anlieferung und Verwendung durch die Fertigungspartner für die jeweiligen Chips ergeben.
Synopsys reagiert damit angeblich auf die Entscheidung der US-Regierung, das Unternehmen auf ihre sogenannte "Entity List" zu setzen, die es amerikanischen Firmen verbietet, mit Huawei Handel zu treiben. Synopsys ist in Kalifornien ansässig und somit direkt von den US-Sanktionen betroffen. Für Huawei bedeutet die Entscheidung von Synopsys, die Zusammenarbeit ruhen zu lassen, dass die hauseigene Chip-Sparte, die unter anderem für die Smartphone-Prozessoren der Kirin-Serie, aber auch für die 5G-Modems des Konzerns verantwortlich ist, bald mit veralteter Software arbeiten muss.
Die zwei nächsten High-End-Chips Kirin 985 & Kirin 990 sollen schon fertig sein
Der chinesische Konzern kann jetzt laut dem Bericht nicht mehr im bisherigen Umfang an seinen Designs für Smartphone-Chips und Modems arbeiten, sondern muss vermutlich verstärkt auf ältere Designs zurückgreifen, heißt es. Neben Synopsys gibt es mit Cadence Design Systems nur noch einen weiteren Anbieter von Software für die Entwicklung fortschrittlicher Chip-Designs - und auch Cadence ist ein US-Unternehmen.Angeblich hat Huawei bereits die Arbeiten an seinen kommenden Flaggschiff-SoCs für Smartphones fertiggestellt, die von einer Quelle des Berichts jeweils als Kirin 985 und Kirin 990 bezeichnet werden. Normalerweise bringt das Unternehmen nur ein Mal im Jahr einen neuen Top-SoC in seine Geräte, so dass Huawei zumindest theoretisch für dieses und das kommende Jahr vorgesorgt hätte. Für die Jahre darauf sei die Lage jedoch derzeit unklar, heißt es.
Wer nun denkt, Huawei könne doch auch auf illegale Kopien der benötigten Tools zurückgreifen, liegt damit angeblich falsch. Zwar sind die Programme von Synopsys und Cadence auch als "Raubkopien" erhältlich, doch sollen sich daraus Probleme bei der Anlieferung und Verwendung durch die Fertigungspartner für die jeweiligen Chips ergeben.
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Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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