Microsoft: 100-Mio.-$-Entwicklungszentrum soll letzte Märkte erobern

Microsoft nimmt einen dreistelligen Millionen-Dollar-Betrag in die Hand, um ein komplett neues Entwicklungszentrum aufzubauen. Dieses soll letztlich nicht nur dem Zweck dienen, die Produktentwicklung weiterzutreiben. Die Redmonder wollen von dort aus auch Märkte erobern, die gerade erst am Entstehen sind.
Microsoft, Redmond, Campus, Headquarter
Getty Images / Microsoft Presse
Das Entwicklungszentrum wird nämlich im kenianischen Nairobi entstehen und einen Ableger in Lagos haben. In den beiden Niederlassungen sollen anfangs erst einmal um die hundert Entwickler tätig sein. In den kommenden Jahren ist ein Ausbau auf 500 geplant. Die Einrichtung wird sich Microsoft nach eigenen Angaben rund 100 Millionen Dollar kosten lassen.

Ein Grund für die Ansiedlung in der Region liegt in der Verfügbarkeit von Fachkräften, die man anderswo nur noch schwer bekommt. In Afrika hingegen hat die Ausbildung über die Jahre rasante Fortschritte gemacht, von der IT-Branche ist aber quasi der gesamte Kontinent noch nicht wirklich erschlossen - auch wenn es natürlich durchaus diverse lokale Firmen gibt, die an einer schnellen Weiterentwicklung arbeiten.


Erstmal die bewährte Basis

Das Engagement Microsofts hat dabei wesentlich mehr Gründe als die Möglichkeit, vor Ort gut an fähiges Personal zu kommen. Natürlich geht es auch darum, in den aufstrebenden Regionen Afrikas möglichst viele Kunden zu gewinnen und dafür rechtzeitig einen Fuß in der Tür zu haben. Und nicht zuletzt dürfte auch die Tatsache eine Rolle spielen, dass vor allem Chinas Einfluss auf den Kontinent immer stärker gewachsen ist und die IT-Branche der westlichen Welt der asiatischen Konkurrenz nicht das Feld überlassen will.

Insofern wird das neue Entwicklungszentrum auch eher nicht mit aufregenden neuen Experimenten befasst sein. Im Mittelpunkt stünden vielmehr Office, Azure und Windows, hieß es. Also die Kernprodukte, mit denen Microsoft seine festen Standbeine in den jeweiligen Wirtschaftsräumen organisiert und letztlich sein Geld verdient.

Siehe auch: Microsoft expandiert als erster Großer mit Datenzentren nach Afrika
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