Project Mainline: Android-Updates sollen schneller beim User ankommen
Android ist für die meisten Besucher und Beobachter der Entwicklerkonferenz Google I/O das wichtigste Thema, insbesondere die Änderungen an der Oberfläche des Betriebssystems des kalifornischen Konzerns. Doch wahre Kenner blicken am liebsten unter die Haube und dort ist aktuell Project Mainline von besonderer Bedeutung.
Google hat diese Woche vor allem die dritte Beta von Android Q vorgestellt, diese kann man auch schon auf einer Reihe von Smartphones ausprobieren. Funktionell bedeutet das für die 10. Hauptversion des Betriebssystems Neuerungen wie einen Dark Mode und einer überarbeitete Gestensteuerung. Spannend ist aber vor allem auch das so genannte Project Mainline.
Das ist zweifellos eine gute Nachricht für all jene, die ein Gerät eines Update-"faulen" Herstellers haben. Denn im Prinzip nimmt Google einen Teil der System-Updates selbst in die Hand. Anders gesagt: Was bislang ein vollständiges Firmware-Update erfordert hat, soll künftig im Hintergrund per Google Play passieren - also wie ein App-Update.
Google schreibt in einem Blogbeitrag, dass vor allem das Packen von Medien-Komponenten in Module eine signifikante Verbesserung der Sicherheit darstellt, da diese bisher etwa 40 Prozent der Schwachstellen ausgemacht haben.
Project Mainline ist allerdings unbedingt nicht ein Zeichen des Misstrauens in Richtung der in Sachen Updates langsamen Hersteller, laut Google sind die Android-Partner in das Projekt aktiv eingebunden. Verteilt werden die Project Mainline-Aktualisierungen teilweise per normale APKs, teilweise über das neue und eigens für diesen Zweck entwickelte Android Pony EXpress (APEX). Dieses ähnelt APK, wird aber wesentlich früher beim Booten geladen.
Direktere Update
Project Mainline wird "wichtige Codeänderungen" bestimmter interner Komponenten des Betriebssystems direkt über Google Play erlauben. Das bedeutet, dass künftig kein vollständiges System-Update mehr nötig sein wird, um den Code des Android Open Source Project (AOSP) eines bestimmten Geräts zu aktualisieren.Das ist zweifellos eine gute Nachricht für all jene, die ein Gerät eines Update-"faulen" Herstellers haben. Denn im Prinzip nimmt Google einen Teil der System-Updates selbst in die Hand. Anders gesagt: Was bislang ein vollständiges Firmware-Update erfordert hat, soll künftig im Hintergrund per Google Play passieren - also wie ein App-Update.
Zunächst 14 Module
Das ist deshalb möglich, weil man den Code in Module packt bzw. zusammenfasst. Anfänglich sind das 14 derartiger Module, diese sind wiederum in drei Kategorien eingeteilt: Sicherheit, Privatsphäre und Konsistenz. Erste "Schublade" beinhaltet Bestandteile wie Media-Codecs und Framework-Komponenten, in die Privatsphäre werden u. a. Documents UI und Permission Controller gepackt, "Konsistenz" schließlich betrifft Elemente wie Zeitzonen-Daten, Netzwerk-Komponenten etc.Google schreibt in einem Blogbeitrag, dass vor allem das Packen von Medien-Komponenten in Module eine signifikante Verbesserung der Sicherheit darstellt, da diese bisher etwa 40 Prozent der Schwachstellen ausgemacht haben.
Project Mainline ist allerdings unbedingt nicht ein Zeichen des Misstrauens in Richtung der in Sachen Updates langsamen Hersteller, laut Google sind die Android-Partner in das Projekt aktiv eingebunden. Verteilt werden die Project Mainline-Aktualisierungen teilweise per normale APKs, teilweise über das neue und eigens für diesen Zweck entwickelte Android Pony EXpress (APEX). Dieses ähnelt APK, wird aber wesentlich früher beim Booten geladen.
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