Evil Clippy: Assistent versteckt Malware erfolgreich in Office-Dateien
Der alte Office-Assistent Clippy erlebt gerade eine kleine Wiederauferstehung bei Nutzern, die ihn in der Originalversion niemals zum Einsatz gebracht hätten. Unter dem Namen "Evil Clippy" gibt es jetzt ein Tool, das dabei hilft, Malware-Makros in Dokumenten zu verstecken und die gängigen Sicherheits-Mechanismen hinters Licht zu führen.
Die Software tritt dabei allerdings weniger in ihrer originalen Erscheinung als grafischer Assistent auf und arbeitet auch nicht im Dienste krimineller Banden. Vielmehr hat man es mit einem Tool zu tun, das durchaus bei der Optimierung von Office-Dokumenten hilft, allerdings auf Kommandozeilen-Ebene und im Auftrag von Sicherheits-Forschern und Admins, die ihre eigene Security-Infrastruktur überprüfen wollen.
Wie effektiv der böse Bruder von Clippy dabei arbeitet, zeigt ein beispielhafter Test einer Word-Datei, in die ein klassischer Makrovirus eingebaut wurde, gegen die diversen AV-Engines beim Dienst VirusTotal. Dort wird der eingebettete Schadcode erst von über der Hälfte der Engines erkannt. Nachdem Evil Clippy aktiv wurde, fällt gerade noch einem AV-Scanner etwas auf.
AV-Scanner: Vor...
...und nach Evil Clippy
Um Evil Clippy verwenden zu können, muss der auf GutHub zu findende Code mit dem Mono C#-Compiler übersetzt werden. Nach Angaben der Entwickler wurde er als ausführbare Datei sowohl unter Windows als auch unter Linux und MacOS erfolgreich getestet. Die Software sollte Administratoren gute Dienste dabei leisten, ihre Infrastruktur zu testen. Denn Malware-Makros in Office-Dokumenten sind immer noch einer der häufigsten Wege, über die sich Angreifer einen ersten Zugang in eine Firmen-Infrastruktur verschaffen.
Siehe auch: Clippy: Schon frühe Tester hassten 'gruseligen' Office-Assistenten
Überlistet fast alle AV-Scanner
Entwickelt wurde Evil Clippy von Security-Experten von Outflank aus den Niederlanden, die es auf der BlackHat Asia-Konferenz vorgestellt haben. Geschrieben wurde die Software in Visual C# und der Sourcecode ist auf GitHub frei verfügbar. Dort finden sich auch Beispiele und Anleitungen, wie mit dem Werkzeug eigene Schadcodes generiert und möglichst gut getarnt in Office-Files integriert werden können.Wie effektiv der böse Bruder von Clippy dabei arbeitet, zeigt ein beispielhafter Test einer Word-Datei, in die ein klassischer Makrovirus eingebaut wurde, gegen die diversen AV-Engines beim Dienst VirusTotal. Dort wird der eingebettete Schadcode erst von über der Hälfte der Engines erkannt. Nachdem Evil Clippy aktiv wurde, fällt gerade noch einem AV-Scanner etwas auf.
AV-Scanner: Vor...
...und nach Evil Clippy
Um Evil Clippy verwenden zu können, muss der auf GutHub zu findende Code mit dem Mono C#-Compiler übersetzt werden. Nach Angaben der Entwickler wurde er als ausführbare Datei sowohl unter Windows als auch unter Linux und MacOS erfolgreich getestet. Die Software sollte Administratoren gute Dienste dabei leisten, ihre Infrastruktur zu testen. Denn Malware-Makros in Office-Dokumenten sind immer noch einer der häufigsten Wege, über die sich Angreifer einen ersten Zugang in eine Firmen-Infrastruktur verschaffen.
Siehe auch: Clippy: Schon frühe Tester hassten 'gruseligen' Office-Assistenten
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
Videos zum Thema
- NiPoGi E3B: Mini-PC mit ungewöhnlichem Prozessor für Office & Co.
- Soayan MN-N5: Billiger Mini-PC für Office und Web im Test
- Blackview MP60: Günstiger Mini-PC für Office & Co. im Test
- Beelink EQR6: Mini-PC mit viel Power für die Office-Nutzung im Test
- Microsoft Loop ist da: Neue Office-App startet als Preview-Version
Beliebte Office-Downloads
Beliebt im Preisvergleich
- Office-Pakete:
Beiträge aus dem Forum
Interessante Links
Beliebte Windows 11 FAQ Einträge
Neue Nachrichten
- US-Irrsinn: Keine RTX 5090 ohne ID und signiertes Exportverbot mehr
- FritzFon-SOS-Ruf, Ausfallschutz und mehr: Neue FritzBoxen im Labortest
- Steam-Hardware-Umfrage: GeForce RTX 5070 nun die beliebteste GPU
- iPhone Duo: Apple bestätigt spezielle austauschbare Display-Schicht
- Überraschung: Rover findet Spuren heißer Quellen auf dem Mars
- Fast & Furious: TV-Serie für 2028 erhält offiziell grünes Licht
- Windows 11 26H2: RAM-Bedarf nach Update teils bis zu 3 GB geringer
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen