Bloß nichts ändern: Qualcomm vergrault seinen ehemaligen Chef
Der Chiphersteller Qualcomm könnte nun zumindest hinsichtlich seines eigenen Status in etwas ruhigere Fahrwasser kommen. Der ehemalige Chef Paul Jacobs hat seine Pläne aufgegeben, den Konzern in eine privat gehaltene Firma umzumodeln und aus dem Börsengeschäft herauszunehmen.
Jacobs hatte mit dem Vorschlag, Qualcomm in Privatbesitz zu überführen, auf den Versuch einer feindlichen Übernahme durch Broadcom reagiert. Verhindert wurde der Aufkauf letztlich durch die US-Regierung, die Bedenken für die nationale Sicherheit ins Feld führte - immerhin wäre so eines der wichtigsten Technologie-Unternehmen der USA unter die Kontrolle eines Konzerns aus Singapur gekommen.
Die Bestrebungen Jacobs trafen allerdings nicht auf besonders große Gegenliebe bei allen anderen Beteiligten, wie aus einem Bericht des Wall Street Journals hervorgeht. Sie führten sogar dazu, dass die Aktionäre seine Wiederwahl zum Aufsichtsratsvorsitzenden verweigerten, da er offensichtlich in einem Interessenkonflikt stehe. Und außerdem wäre wohl auch eine Umwandlung unter maßgeblicher Beteiligung des Ex-Chefs nicht mehr unterstützt worden, nachdem auch durch die von ihm geschürte Unruhe der Firmenwert von 90 Milliarden Dollar zum Zeitpunkt des Broadcom-Gebotes auf letztlich 67 Milliarden Dollar geschrumpft war.
Jacobs sah nun am Ende doch ein, dass die Gegebenheiten nicht gerade optimal für sein Projekt stehen. Daher hat er nun eine komplette Kehrtwende eingeleitet und zieht sich quasi komplett von Qualcomm zurück. Nachdem er seit den 1990ern bei dem Unternehmen tätig war - davon von 2005 bis 2014 als Chef und von 2009 bis 2018 als Aufsichtsratsvorsitzender - will er sich jetzt vollkommen seinem Startup Xcom Labs widmen, das seinen Schwerpunkt bei drahtlosen Netzwerktechnologien hat.
Die Bestrebungen Jacobs trafen allerdings nicht auf besonders große Gegenliebe bei allen anderen Beteiligten, wie aus einem Bericht des Wall Street Journals hervorgeht. Sie führten sogar dazu, dass die Aktionäre seine Wiederwahl zum Aufsichtsratsvorsitzenden verweigerten, da er offensichtlich in einem Interessenkonflikt stehe. Und außerdem wäre wohl auch eine Umwandlung unter maßgeblicher Beteiligung des Ex-Chefs nicht mehr unterstützt worden, nachdem auch durch die von ihm geschürte Unruhe der Firmenwert von 90 Milliarden Dollar zum Zeitpunkt des Broadcom-Gebotes auf letztlich 67 Milliarden Dollar geschrumpft war.
Komplette Trennung
Weiterhin war völlig unklar, woher das Geld kommen soll, mit dem eine Überführung der Qualcomm-Anteile in eine private Eignerstruktur möglich gewesen wäre. Immerhin hatte bereits Broadcom bei dem genannten Börsenwert von 90 Milliarden Dollar einen Betrag von 146 Milliarden Dollar bieten müssen, um die Anteilseigner weichzukochen.Jacobs sah nun am Ende doch ein, dass die Gegebenheiten nicht gerade optimal für sein Projekt stehen. Daher hat er nun eine komplette Kehrtwende eingeleitet und zieht sich quasi komplett von Qualcomm zurück. Nachdem er seit den 1990ern bei dem Unternehmen tätig war - davon von 2005 bis 2014 als Chef und von 2009 bis 2018 als Aufsichtsratsvorsitzender - will er sich jetzt vollkommen seinem Startup Xcom Labs widmen, das seinen Schwerpunkt bei drahtlosen Netzwerktechnologien hat.
Siehe auch: Schulden:
Qualcomm muss an Apple 1 Milliarde Dollar Rabatt zahlen
Thema:
Qualcomm Aktienkurs in Euro
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