Schulden: Qualcomm muss an Apple 1 Milliarde Dollar Rabatt zahlen
Der Streit zwischen dem Chip-Hersteller Qualcomm als Zulieferer und iPhone-Entwickler Apple bringt beinahe täglich neue Details an Licht. Nun meldet die Nachrichtenagentur Reuters, dass Qualcomm Apple noch vereinbarte Rabattzahlungen schuldet - und zwar fast eine Milliarde Dollar.
Zum Vergleich: Qualcomms Unternehmenswert liegt aktuell bei rund 75 Milliarden Dollar, der Umsatz 2018 bei etwa 22 Milliarden Dollar - die geschuldete Zahlung ist also für den Chip-Riesen nicht unerheblich. Dass Qualcomm zahlen muss, hat nun ein Gericht in Kalifornien bestätigt. Laut der Nachrichtenagentur Reuters hatte Qualcomm die Zahlung abgelehnt und das mit den anhängigen Verfahren gegen Apple begründet.
Apple weist die Vorwürfe von Qualcomm, im Grunde bei Behörden und offiziellen Ermittlungen Falschaussagen getätigt zu haben, auf das Schärfste zurück.
Ein Richter hat die Klage von Qualcomm nun zurückgewiesen und Qualcomm aufgefordert, ausstehende Zahlungen zu leisten.
Fast zeitgleich hat Qualcomm einen Sieg vor Gericht gegen Apple eingefahren. Dabei wurde bestätigt, dass Apple drei Patente des Chip-Riesens verletzt. Interessant ist jedoch, dass Apple dabei nun lediglich eine Strafe von 31,6 Millionen Dollar zu zahlen hat, also ganz andere Dimensionen, als die noch offenen Rechnungen.
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"Falsche und irreführende" Aussagen
Qualcomm hatte behauptet, dass Apple die Vereinbarung gebrochen habe, indem der iPhone-Hersteller andere Smartphone-Anbieter aufgefordert habe, sich bei Regulierungsbehörden zu beschweren. Darüber hinaus soll Apple "falsche und irreführende" Aussagen gegenüber der koreanischen Fair Trade Commission gemacht haben. Qualcomm steht im Verdacht, seine Marktmacht auszunutzen, daher untersucht die Kommission die Verträge des Chip-Lieferanten aufgrund von Kartellvorwürfen. Qualcomm stellte daraufhin die Zahlungen an Apple ein, erfüllte die Lieferverträge aber weiter.Apple weist die Vorwürfe von Qualcomm, im Grunde bei Behörden und offiziellen Ermittlungen Falschaussagen getätigt zu haben, auf das Schärfste zurück.
Ein Richter hat die Klage von Qualcomm nun zurückgewiesen und Qualcomm aufgefordert, ausstehende Zahlungen zu leisten.
Unklar, was das Urteil nun bedeutet
Demnach hat Apple den Vertrag, in dem der Bonus vereinbart wurde, nicht verletzt und daher auch Anspruch auf die Zahlungen. Die ausstehenden Rabatt- oder Bonus-Zahlungen belaufen sich mittlerweile auf rund eine Milliarde Dollar. Uneins ist man zudem allerdings noch darüber, ob es überhaupt Schulden gab. Denn laut Qualcomm seien alle Bonus-Zahlungen mit Patentgebühren verrechnet worden, eigentlich hatte man gehofft, diese jetzt vor Gericht zurückzuholen.Fast zeitgleich hat Qualcomm einen Sieg vor Gericht gegen Apple eingefahren. Dabei wurde bestätigt, dass Apple drei Patente des Chip-Riesens verletzt. Interessant ist jedoch, dass Apple dabei nun lediglich eine Strafe von 31,6 Millionen Dollar zu zahlen hat, also ganz andere Dimensionen, als die noch offenen Rechnungen.
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