StreamOn & Co. machen Mobilfunkdaten am Ende sogar teurer
Zero Rating-Angebote wie beispielsweise StreamOn von der Deutschen Telekom werden von vielen Nutzern als vorteilhaft wahrgenommen. Kritiken tut man häufig als rein theoretisch oder ideologisch ab. Eine umfassende Untersuchung der Auswirkungen solcher Services auf die Mobilfunkmärkte zeigt aber: Letztlich sind diese für die Anwender klar von Nachteil.
Preise mit und ohne Zero Rating
Bei der österreichischen Organisation Epicenter.works hat man die Entwicklungen in dem Bereich über die letzten zwei Jahre in 30 europäischen Ländern beobachtet. Dabei zeigte sich, dass eine strikte Wahrung der Netzneutralität und eine Vermeidung von Zero Rating-Diensten dazu führt, dass die Mobilfunktarife wesentlich schneller billiger werden als bei den Netzbetreibern, die solche Maßnahmen einsetzen dürfen.
Zero Rating-Angebote werden von den Netzbetreibern entwickelt, damit weiterhin eng umgrenzte Volumen-Pakete verkauft werden können, ohne dass der Leidensdruck bei den Anwendern zu groß wird. Und von den Anwendern wird es teils auch positiv aufgenommen, dass sie beispielsweise unterwegs Videos von Netflix und YouTube gucken können, ohne ihr Datenvolumen zu belasten.
Betroffen davon sind allerdings nicht nur Intensiv-Nutzer, sondern auch Anwender mit einem schmalen Geldbeutel. Denn die Zero Rating-Programme kosten entweder eine zusätzliche Gebühr oder sind an teurere Tarife gekoppelt. Wer nur wenig Geld zur Verfügung hat, steckt also weiterhin in einem begrenzten Datenvolumen fest und kann auch kaum damit rechnen, dieses billiger zu bekommen.
Aus europäischer Sicht wird durch die Zero Rating-Programme auch die dominante Position der großen US-Konzerne weiter gefestigt. Anbieter wie Google und Netflix haben nämlich notfalls ausreichend Personal, damit sich ständig jemand mit den Zero Rating-Programmen zahlreicher Netzbetreiber auseinandersetzen kann. Ein kleines europäisches Startup kann dies eher nicht und würde enorme Risiken von Vertragsstrafen auf sich nehmen, wenn es sich an den verschiedenen Programmen beteiligt, um gleichberechtigt zugänglich zu sein. Das spiegelt sich in der Zusammensetzung dieser Dienste wider.
Top 20-Apps, die in Europa unter Zero-Rating angeboten werden
Siehe auch: Telekom startet neue StreamOn-Partner trotz Strafandrohung
Preise mit und ohne Zero Rating
Bei der österreichischen Organisation Epicenter.works hat man die Entwicklungen in dem Bereich über die letzten zwei Jahre in 30 europäischen Ländern beobachtet. Dabei zeigte sich, dass eine strikte Wahrung der Netzneutralität und eine Vermeidung von Zero Rating-Diensten dazu führt, dass die Mobilfunktarife wesentlich schneller billiger werden als bei den Netzbetreibern, die solche Maßnahmen einsetzen dürfen.
Zero Rating-Angebote werden von den Netzbetreibern entwickelt, damit weiterhin eng umgrenzte Volumen-Pakete verkauft werden können, ohne dass der Leidensdruck bei den Anwendern zu groß wird. Und von den Anwendern wird es teils auch positiv aufgenommen, dass sie beispielsweise unterwegs Videos von Netflix und YouTube gucken können, ohne ihr Datenvolumen zu belasten.
Zu Lasten armer Nutzer
Insbesondere Nutzer, die datenintensive Anwendungen oder Inhalte abrufen möchten, die nicht zum Angebot einiger großer Unternehmen gehören, schauen hier aber in die Röhre. Sie müssen weiterhin viel Geld zahlen. Denn während in Ländern, in denen Zero Rating-Angebote aufgrund einer Verpflichtung zur Netzneutralität untersagt sind, die Datentarife immer günstiger werden, sind sie dort, wo es solche Offerten in den letzten beiden Jahren gab, im Durchschnitt sogar etwas teurer geworden.Betroffen davon sind allerdings nicht nur Intensiv-Nutzer, sondern auch Anwender mit einem schmalen Geldbeutel. Denn die Zero Rating-Programme kosten entweder eine zusätzliche Gebühr oder sind an teurere Tarife gekoppelt. Wer nur wenig Geld zur Verfügung hat, steckt also weiterhin in einem begrenzten Datenvolumen fest und kann auch kaum damit rechnen, dieses billiger zu bekommen.
Aus europäischer Sicht wird durch die Zero Rating-Programme auch die dominante Position der großen US-Konzerne weiter gefestigt. Anbieter wie Google und Netflix haben nämlich notfalls ausreichend Personal, damit sich ständig jemand mit den Zero Rating-Programmen zahlreicher Netzbetreiber auseinandersetzen kann. Ein kleines europäisches Startup kann dies eher nicht und würde enorme Risiken von Vertragsstrafen auf sich nehmen, wenn es sich an den verschiedenen Programmen beteiligt, um gleichberechtigt zugänglich zu sein. Das spiegelt sich in der Zusammensetzung dieser Dienste wider.
Top 20-Apps, die in Europa unter Zero-Rating angeboten werden
Siehe auch: Telekom startet neue StreamOn-Partner trotz Strafandrohung
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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