Cloud-Ausfall: Microsoft löscht irrtümlich Azure Kunden-Datenbanken

Microsoft hat nach der Störung in dem auf Unternehmen zugeschnittenen Cloud-Dienst Microsoft 365 nun einige "unerwartete Opfer" zu beklagen. Laut einem exklusiven Bericht von The Register wurden durch den Azure-Ausfall am 29. Januar einige Teile von Kunden-Datenbanken gelöscht.
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Microsoft/WinFuture.de

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Wie The Register berichtet, traten die Probleme für einige Microsoft-Kunden erst nach dem Ausfall am 29. Januar so richtig auf. Der Fehler betraf demnach eine Reihe von Azure SQL-Datenbanken, die benutzerdefinierte KeyVault-Schlüssel für die sogenannte transparente Datenverschlüsselung (TDE) verwenden. Aktuelle Datensätze wurden dabei von Microsoft versehentlich gelöscht. Das Unternehmen ist aktuell dabei, die betroffenen Kunden zu benachrichtigen, schreibt The Register.

Kritische fünf Minuten

Nach der Groß-Störung hatte Microsoft daher einige Kunden-Datenbanken aus einem fünfminütigen Snapshot wiederherstellen müssen. Genau diese fünf Minuten fehlen nun bei einigen Unternehmen, denn bei der Wiederherstellung konnte man nur auf einen älteren Bereich zugreifen, da es zur unbeabsichtigten Löschung gekommen war. Daten die in diesen fünf Minuten hinzugekommen, geändert oder gelöscht wurden, sind nun weg. Das Backup der Datenbanken ist also durch einen Fehler von Microsoft nicht auf dem neuesten Stand gewesen.

Microsoft kündigt in der Mitteilung an die betroffenen Kunden auch einen finanziellen Ausgleich an und entschuldigte sich für den Vorfall. Da heißt es:

"Wir bitten aufrichtig um Verzeihung für die Auswirkungen auf Ihren Service. Azure Nutzungsentgelte werden für alle wiederhergestellten Datenbanken für zwei Monate und für alle ursprünglichen Datenbanken für drei Monate erlassen. Wir unternehmen kontinuierlich Schritte zur Verbesserung der Microsoft Azure Plattform und unserer Prozesse, um sicherzustellen, dass solche Vorfälle in Zukunft nicht mehr auftreten."

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