Insider-Handel: Betrüger hatten Zugriff zu wichtiger Börsen-Datenbank

Börse, Aktie, Kurs Bildquelle: Mashable
Die US-Finanzmärkte sind noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen. Angreifer hatten sich Zugang zu einer der sensibelsten Datenbanken der Wirtschaft in den USA verschafft und nutzten die dabei erlangten Informationen auch aus. Glücklicherweise beschränkten sie sich dabei allerdings auf vergleichsweise geringe Einsätze. Wie die Börsenaufsicht SEC einräumte, hätten sich Angreifer Zugang zu EDGAR verschafft. Dabei handelt es sich um eine zentrale Datenbank, in die Unternehmen ihre Berichte einpflegen müssen. Entsprechend sind hier jederzeit zahlreiche Informationen zu finden, die noch nicht öffentlich sind und sich auf den Aktienkurs einer Firma auswirken können.

Insgesamt sollen sich die Unbefugten nun 157 Bilanzmeldungen vorzeitig verschafft haben, wie aus einem Bericht von CNBC hervorgeht. Sie nutzten diese dann, um auf Grundlage der darin enthaltenen Informationen Aktienkäufe zu tätigen - sie betrieben also eine ziemlich klassische Form des Insider-Handels. Allerdings verfügten sie offenbar nur über relativ begrenzte Ressourcen, die sie hier investieren konnten, so dass sich der Schaden in Grenzen hielt. Insgesamt sollen die Täter einen Gewinn von 4,1 Millionen Dollar errungen haben, den sie mit normalem Aktienhandel wohl kaum bekommen hätten.

Monatelanger Zugang

Der Hack der Datenbank soll den Angaben zufolge bereits im Jahr 2016 stattgefunden haben. Es dauerte Monate, bis den zuständigen Stellen etwas auffiel. Die Ermittler, die den Vorfall untersuchen, wollen auch Hinweise gefunden haben, dass man es hier mit der gleichen Gruppe zu tun hatte, die bereits zuvor Angriffe auf Online-Services durchführte, auf denen Firmenmitteilungen gelistet werden.

Auch hier sollen sie Informationen gesucht haben, die für den Insider-Handel nützlich sind. Die Vorlaufzeiten sind hier aber wesentlich kürzer, so dass es letztlich bequemer war, den eigenen Aktienhandel mit Hilfe der EDGAR-Datenbank zu organisieren. Bei den Untersuchungen sollen die Ermittlungen zu Verdächtigen in den USA, Russland und der Ukraine geführt haben. Börse, Aktie, Kurs Börse, Aktie, Kurs Mashable
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