Riesige Malvertising-Kampagne traf die Nutzer von iOS-Systemen

Fernsehen, Betrug, Cybercrime Bildquelle: Don Hankins / Flickr
Sicherheitsforscher haben eine der bisher größten so genannten Malvertising-Kampagnen verzeichnet. Konfrontiert wurden mit dieser vor allem Nutzer der iOS-Plattform. Hinter dem Vorfall soll eine Gruppe stecken, die Beobachtern der Szene schon länger bekannt ist und die als "ScamClub" bezeichnet wird. Beim Malvertising verschaffen sich Kriminelle Zugang zu Werbenetzwerken und sorgen dafür, dass nicht nur reguläre Anzeigen und Banner ausgeliefert werden. Anstatt dessen übertragen die Server, von denen Werbeplätze gefüllt werden, auch Schadcode, der zu verschiedenen Zwecken genutzt wird. Meist geht es darum, den Nutzer direkt auf andere Webseiten weiterzuleiten, auch wenn dieser gar nicht auf die jeweilige Werbung klickt.

Am 12. November verzeichnete man beim Dienstleister Confiant, der Werbenetzwerken bei der Blockierung gefährlicher Anzeigen hilft, einen regelrechten Peak. Binnen nur 48 Stunden wurden über 300 Millionen Browser-Sessions gekapert und die Nutzer auf andere Angebote umgeleitet. In den meisten Fällen führte dies die User auf Porno-Seiten oder betrügerische Gutschein-Angebote. Malvertising-KampanePeak in den Statistiken

Enormer Peak

Malvertising ist im Grunde kein neues und auch nicht unbedingt ein seltenes Phänomen. Allerdings bleibt es für gewöhnlich bei einem leichten Grundrauschen - im genannten Fall explodierte die Menge der Weiterleitungen aber regelrecht. Die für gewöhnlich recht geringe Menge kommt daher, dass die Malvertising-Betreiber meist nur Zugang zu kleineren Werbenetzwerken bekommen und somit nur auf einigen kleineren Seiten präsent sind. Bei den großen, professionellen Dienstleistern werden die Sicherheits-Systeme hingegen nur selten überwunden.

Jetzt gelang es aber gleich Zugang zu mehreren großen Netzwerken zu bekommen. In erster Linie wurden die Adserver dabei darauf ausgerichtet, mit den betrügerischen Codes iOS-Nutzer anzusprechen. Confiant erklärte, dass man zwar rund 5 Millionen Malvertising-Versuche wegfiltern konnte, die geschickt gemachte Kampagne aber trotzdem in großem Umfang durch die Maschen schlüpfte und so 300 Millionen Weiterleitungen verursachte. Ab dem 13. November gelang es dann zusehends, das Problem einzudämmen. Fernsehen, Betrug, Cybercrime Fernsehen, Betrug, Cybercrime Don Hankins / Flickr
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