Vorinstallierte Adware: Lenovo muss noch einmal 8,3 Mio. Strafe zahlen
Für den chinesischen PC-Hersteller Lenovo ist der Skandal um die vorinstallierte Adware auf ausgelieferten Geräten noch nicht beendet. Nun soll Lenovo in den USA in einer Sammelklage noch einmal 8,3 Millionen Dollar Entschädigung zahlen.
Das berichtet das Online-Magazin Bloomberg. Demnach hätten sich der Hersteller und Klageführer auf einen Vergleich geeinigt. Der sieht nun vor, dass Lenovo direkt 7,3 Millionen Dollar zahlen muss. Der eigentliche Entwickler der Adware muss ebenfalls eine Million Dollar berappen. Laut Bloomberg hat das Gericht für diesen Vergleich bereits in der vergangenen Woche grünes Licht gegeben.
Zwei Beispiele für Werbung...
...per VisualDiscovery
Betroffen waren Lenovo-Notebooks der Serien Lenovo IdeaPad P-, Y- und Z.
Die Sammelklage in den USA ist nun vorerst der Anschluss des Adware-Skandals. Die US-amerikanische Handelsaufsicht Federal Trade Commission (FTC) hatte Lenovo bereits eine Strafe von 3,5 Millionen Dollar auferlegt und dem Hersteller eine Verpflichtung abgerungen, Software derart nicht weiter zu nutzen.
Download AdwCleaner - Adware, Toolbars & Hijacker enfernen Download Lenovo Superfish Adware-Uninstaller Siehe auch:
Zwei Beispiele für Werbung...
...per VisualDiscovery
Adware war nicht nur nervig - sie war auch ein Sicherheitsproblem
Lenovo hatte vor rund drei Jahren einen Skandal ausgelöst, als bekannt wurde, dass mit neuen PC des Anbieters eine vorinstallierte Adware namens Superfish beziehungsweise VisualDiscovery ausgeliefert wurde. Diese Software diente nur einem Zweck - sie verfälschte im Grunde die Google-Suchergebnisse und schleuste eigene Werbeblöcke mit ein. Lenovo soll mit dem Tool rund eine Viertel-Million Dollar verdient haben. Das allein war schon ein ungeheurer Vorgang, doch die Adware behinderte zudem auch den Webbrowser, vor möglicherweise schädlichen Webseiten zu warnen. Dadurch wurde Superfish zu einem Sicherheitsproblem.Lenovo IdeaPads
Lenovo hatte zwar nach dem Medienrummel um die Adware zunächst einmal ein Tool zur Beseitigung der Software zur Verfügung gestellt. Allerdings war der Hersteller nicht besonders einsichtig, mit der Vorinstallation seinen Kunden geschadet zu haben. Es gab schließlich eine halbherzige Entschuldigung für die Betroffenen und ein Versprechen, so etwas nicht noch einmal tun zu wollen - ein Schuldeingeständnis sollte das aber nicht sein, betonten die Lenovo-Sprecher. Das dürfte vor allem dem Fakt geschuldet sein, dass man höhere Strafen befürchtete, wenn man den Vorfall als Fehler eingestanden hätte.Betroffen waren Lenovo-Notebooks der Serien Lenovo IdeaPad P-, Y- und Z.
Die Sammelklage in den USA ist nun vorerst der Anschluss des Adware-Skandals. Die US-amerikanische Handelsaufsicht Federal Trade Commission (FTC) hatte Lenovo bereits eine Strafe von 3,5 Millionen Dollar auferlegt und dem Hersteller eine Verpflichtung abgerungen, Software derart nicht weiter zu nutzen.
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Nadine DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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