Nächster Rückschlag für Intel:
Micron baut Flash & Co. bald alleine
Der Halbleiterkonzern Intel hat sich gerade erst aus verschiedenen Problemen freigeschwommen, da ist auch schon das nächste Ungemach im Anflug: Das Unternehmen wird wohl sein immer wichtiger werdendes Standbein in der Produktion von Flash-Speicherchips verlieren, denn der Partner Micron will keine Beziehung mehr.
Seit Jahren arbeiten die beiden Unternehmen ziemlich erfolgreich an hochwertigen neuen Speichertechnologien zusammen. Nicht nur, dass Intel dadurch auch im SSD-Segment zu einer Größe werden konnte, gemeinsam brachte man auch die 3D XPoint-Technologie zur Marktreife, die zukünftig die Vorteile von Flash und Arbeitsspeicher miteinander verbinden soll.
Doch Micron hat mit dem seit einiger Zeit glänzend laufenden DRAM-Geschäft eine Menge Geld eingefahren und will dieses nun investieren, um auch die Konzernbereiche abseits der Arbeitsspeicher-Produktion voranzubringen. Im Zuge dessen soll Intel jetzt aus dem Joint Venture gedrängt werden. Aus der entsprechenden Mitteilung geht hervor, dass man im Micron-Management offenbar darauf spekuliert, dass 3D XPoint demnächst im Datacenter-Geschäft so richtig abheben wird und man dann sicherlich viel mehr mit der Technik verdient, als es nun kosten wird, Intel auszuzahlen und eigene Wege zu gehen.
Bei Intel wurde man von der Ankündigung wohl etwas auf falschem Fuß erwischt. Die erste offizielle Stellungnahme klingt zumindest nicht danach, als gäbe es schon eine durchdachte Strategie, wie man mit der Sache umgehen sollte. Microns Erklärung sei nur vorläufiger Natur, die Option könne jetzt sowieso noch nicht gezogen werden und bis zu ein Jahr lang stehe die Produktion ohnehin unter dem Regiment Intels, hieß es. Es läuft nun wahrscheinlich auf hektische Verhandlungen hinaus.
Siehe auch: Intel & Micron - Transistorloser Speicher 1000x schneller als Flash
Doch Micron hat mit dem seit einiger Zeit glänzend laufenden DRAM-Geschäft eine Menge Geld eingefahren und will dieses nun investieren, um auch die Konzernbereiche abseits der Arbeitsspeicher-Produktion voranzubringen. Im Zuge dessen soll Intel jetzt aus dem Joint Venture gedrängt werden. Aus der entsprechenden Mitteilung geht hervor, dass man im Micron-Management offenbar darauf spekuliert, dass 3D XPoint demnächst im Datacenter-Geschäft so richtig abheben wird und man dann sicherlich viel mehr mit der Technik verdient, als es nun kosten wird, Intel auszuzahlen und eigene Wege zu gehen.
Micron will Option ziehen
Das Problem für Intel liegt hier in einer Klausel im Joint Venture-Abkommen. Diese räumt Micron die Möglichkeit ein, zum 1. Januar 2019 eine Ausstiegs-Option zu ziehen. Und dies will das Unternehmen nun tun. Micron wird dann den 49-prozentigen Anteil, den Intel aktuell hält, für 1,5 Milliarden Euro erwerben können. Wenn die Option gezogen wird, könnte das Joint Venture dann binnen der folgenden sechs bis zwölf Monate Geschichte sein.Bei Intel wurde man von der Ankündigung wohl etwas auf falschem Fuß erwischt. Die erste offizielle Stellungnahme klingt zumindest nicht danach, als gäbe es schon eine durchdachte Strategie, wie man mit der Sache umgehen sollte. Microns Erklärung sei nur vorläufiger Natur, die Option könne jetzt sowieso noch nicht gezogen werden und bis zu ein Jahr lang stehe die Produktion ohnehin unter dem Regiment Intels, hieß es. Es läuft nun wahrscheinlich auf hektische Verhandlungen hinaus.
Siehe auch: Intel & Micron - Transistorloser Speicher 1000x schneller als Flash
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