Trennung von Intel und Micron entwickelt sich zum Rosenkrieg
Bei Intel hat man den ersten Schock über die Trennungsabsichten des Partners Micron inzwischen wohl verarbeitet und es beginnt der Streit um den gemeinsamen Hausrat. Der Halbleiter-Konzern hat jetzt seine Anwälte losgelassen, die einem ehemaligen Mitarbeiter vorwerfen, im Zuge seines Wechsels zu Micron geheime Unterlagen geklaut zu haben.
Die fraglichen Dokumente sollen wichtige Informationen zu der gemeinsam mit Micron entwickelten 3D XPoint-Technologie enthalten. Dabei handelt es sich um eine nichtflüchtige Speicherarchitektur, die bei der Geschwindigkeit an Arbeitsspeicher herankommen soll. Sie bietet somit das Potenzial, die Trennung der verschiedenen Speicherbereiche in einem Rechner aufzuheben und somit direkt auf den vorhandenen Daten zu arbeiten. Das ist aber noch Zukunftsmusik und erst einmal setzt man 3D XPoint für schnelle SSDs ein.
Nun wirft Intel einem Mitarbeiter, der mit der Technologie befasst war, vor, bereits vor einiger Zeit im Geheimen einen neuen Arbeitsvertrag mit Micron abgeschlossen zu haben. Aus diesem Grund soll er vor seinem Ausscheiden bei Intel firmeninterne Daten über die genannte Technologie und auch seine Abteilung allgemein kopiert und mitgenommen haben. Einige Tage vor dem Weggang habe er auch versucht, hochgradig geschützte Daten abzugreifen, was die Sicherungssysteme aber verhindert hätten, berichtete das britische Magazin The Register.
Der Ex-Mitarbeiter, gegen den sich die Klage richtet, soll aber nicht nur einen USB-Stick voller Daten aus dem Unternehmen mitgenommen, sondern auch aggressiv Kollegen dafür geworben haben, ihn auf seinem Weg zu Micron zu begleiten. Intel soll noch versucht haben, die Sache zu klären und forderte den Beschuldigten auf, den USB-Stick einfach zurückzuschicken und mögliche Kopien zu löschen. Eine Antwort gab es darauf aber nie und der Datenspeicher soll stattdessen bei Micron angekommen sein.
Siehe auch: Nächster Rückschlag für Intel: Micron baut Flash & Co. bald alleine
Nun wirft Intel einem Mitarbeiter, der mit der Technologie befasst war, vor, bereits vor einiger Zeit im Geheimen einen neuen Arbeitsvertrag mit Micron abgeschlossen zu haben. Aus diesem Grund soll er vor seinem Ausscheiden bei Intel firmeninterne Daten über die genannte Technologie und auch seine Abteilung allgemein kopiert und mitgenommen haben. Einige Tage vor dem Weggang habe er auch versucht, hochgradig geschützte Daten abzugreifen, was die Sicherungssysteme aber verhindert hätten, berichtete das britische Magazin The Register.
Von der Theorie in die Praxis
An der grundsätzlichen Speichertechnologie haben beide Partner Rechte. Allerdings kann man mit diesen allein noch nicht viel anfangen. Denn die neue Architektur muss letztlich in eine Umgebung eingebettet werden, die eine Nutzung als kommerzielles Produkt erst ermöglicht. Und das war hier der Fall: Die fraglichen Informationen betrafen laut der Klageschrift die konkrete Umsetzung von 3D XPoint-Technologien hin zu den Optane-Speicherbauteilen, die Intel seit einiger Zeit anbietet.Der Ex-Mitarbeiter, gegen den sich die Klage richtet, soll aber nicht nur einen USB-Stick voller Daten aus dem Unternehmen mitgenommen, sondern auch aggressiv Kollegen dafür geworben haben, ihn auf seinem Weg zu Micron zu begleiten. Intel soll noch versucht haben, die Sache zu klären und forderte den Beschuldigten auf, den USB-Stick einfach zurückzuschicken und mögliche Kopien zu löschen. Eine Antwort gab es darauf aber nie und der Datenspeicher soll stattdessen bei Micron angekommen sein.
Siehe auch: Nächster Rückschlag für Intel: Micron baut Flash & Co. bald alleine
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
Intels Aktienkurs in Euro
Beliebt im Preisvergleich
- CPUs:
Videos zum Thema
- Minisforum MS-02 Ultra: Workstation bewährt sich als Barebone-Version
- Geekom IT13 im Test: Anspruchsvoller Mini-PC mit starkem Innenleben
- X-Plus Storm 10X im Test: Netbook-Format mit bis zu 2 Terabyte SSD
- Geekom IT15: Leistungsstarker Mini-PC mit Intel-AI-Chip im Test
- Geekom XT13 Pro 2025 Edition: Leise Neuauflage des Mini-PC im Test
Neue Intel-Downloads
Beiträge aus dem Forum
Weiterführende Links
Neue Nachrichten
- Teslas Roadster hebt ab - das Internet zieht ihn durch den Kakao
- Google und Microsoft streichen XSLT: Optische Folgen für das Web
- Regulärer Support vorbei: So geht es mit Windows Server 2022 weiter
- Galaxy OS statt One UI 10: Samsung plant angeblich große Änderungen
- Smart App Control gestört: Windows 11 hat ein Sicherheits-Problem
- MwSt. geschenkt: 19%-Aktion jetzt bei Media Markt und Saturn
- Windows Recovery: Microsoft liefert neue Updates für Windows 11 & 10
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen