Die erste staatliche Kryptowährung der Welt ist ein riesiger Reinfall
Der krisengeschüttelte südamerikanische Staat Venezuela hat Anfang des Jahres die weltweit erste staatliche Kryptowährung Petro eingeführt. Diese sollte die Währungsprobleme lösen, auch weil der Petro durch die riesigen Erdölreserven des Landes gestützt war. Doch die Realität sieht anders aus.
Infografik: Die Top 10 der Kryptowährungen
Kaum jemand nutzt den Petro. Das ist der Titel und das Fazit eines Reports der Nachrichtenagentur Reuters. Gestartet ist die erste staatliche Kryptowährung im Februar, damals meinte der venezolanische Präsident Nicolas Maduro, dass der Petro auch einen erfolgreichen Einstand gegeben habe.
Aus Venezuela selbst kommen widersprüchliche Meldungen dazu. Maduro selbst spricht von einem großen Erfolg, seine Minister sind aber vorsichtiger und verweisen darauf, dass der Petro "noch in Entwicklung" sei.
Den Verfall der Landeswährung konnte der Petro nicht aufhalten, diese verliert in Zehnerpotenzen an Wert, derzeit entspricht ein venezolanischer Bolivar 0,000000142 Euro, umgekehrt bekommt man für einen Euro gut sieben Millionen Bolivar.
Eigentlich sollte der Petro stabil sein, da Venezuela ihn an ein Barrel Öl binden wollte, damit wäre eine Einheit der Kryptowährung knapp 70 Dollar wert. Doch das lässt sich nicht überprüfen, weil der Petro schlichtweg nicht in freier Wildbahn gehandelt wird.
Auch was die Reserven betrifft, so herrscht Verwirrung. Denn an sich sollen 5,3 Milliarden Barrel in Atapirire den Petro stützen. Doch das Ölfeld dort ist praktisch unzugänglich, da es dort an Infrastruktur fehlt. Das alles schafft natürlich kein Vertrauen in eine krisengeschüttelte Währung eines krisengeschüttelten Landes.
Infografik: Die Top 10 der Kryptowährungen
Kaum jemand nutzt den Petro. Das ist der Titel und das Fazit eines Reports der Nachrichtenagentur Reuters. Gestartet ist die erste staatliche Kryptowährung im Februar, damals meinte der venezolanische Präsident Nicolas Maduro, dass der Petro auch einen erfolgreichen Einstand gegeben habe.
Petro? Welcher Petro?
Doch die Kryptowährung, von der man sich nicht weniger als einen Befreiungsschlag aus der Wirtschaftskrise erhofft hat und mit der man es sogar mit den USA aufnehmen wollte, ist ein halbes Jahr später praktisch nirgends zu finden. Keine der großen Kryptowährungsbörsen handelt mit dem Petro, Reuters hat auch mit mühevoller Suche in Foren kaum einen Petro-Besitzer finden können.Aus Venezuela selbst kommen widersprüchliche Meldungen dazu. Maduro selbst spricht von einem großen Erfolg, seine Minister sind aber vorsichtiger und verweisen darauf, dass der Petro "noch in Entwicklung" sei.
Den Verfall der Landeswährung konnte der Petro nicht aufhalten, diese verliert in Zehnerpotenzen an Wert, derzeit entspricht ein venezolanischer Bolivar 0,000000142 Euro, umgekehrt bekommt man für einen Euro gut sieben Millionen Bolivar.
Eigentlich sollte der Petro stabil sein, da Venezuela ihn an ein Barrel Öl binden wollte, damit wäre eine Einheit der Kryptowährung knapp 70 Dollar wert. Doch das lässt sich nicht überprüfen, weil der Petro schlichtweg nicht in freier Wildbahn gehandelt wird.
Auch was die Reserven betrifft, so herrscht Verwirrung. Denn an sich sollen 5,3 Milliarden Barrel in Atapirire den Petro stützen. Doch das Ölfeld dort ist praktisch unzugänglich, da es dort an Infrastruktur fehlt. Das alles schafft natürlich kein Vertrauen in eine krisengeschüttelte Währung eines krisengeschüttelten Landes.
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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