Krieg als Spiel? Ärger um Bundeswehr-Auftritt bei der Gamescom

Die Bundeswehr hat auch in diesem Jahr wieder einen Messestand bei der Spielemesse Gamescom. Und wie schon in den vergangenen Jahren gibt es Unverständnis und Ärger über den Tenor, den die Truppe dort anschlägt.
Gamescom, Bundeswehr, Karriere
Bundeswehr
"Multiplayer at its best. Echte Kameradschaft statt Singleplayer-Modus? Mach, was wirklich zählt. Lerne Teamwork kennen und bewirb dich für eine Karriere bei der Bundeswehr", ist auf einem Plakat der Bundeswehr als Werbung für den Messestand der diesjährigen Gamescom und für das Portal bundeswehrkarriere.de zu lesen. Die Werbung für den Einsatz bei der Bundeswehr sorgt jetzt wieder für Unverständnis, da sie die Einsätze der Streitkräfte indirekt mit einem Spiel gleichsetzen. Das Besucher das geschmacklos finden, wenn man Krieg mit Spielen assoziiert, dürfte einleuchten. Ein Beispiel:


Der Ärger um den Auftritt ist nicht neu. Wie schon in den vergangenen Jahren gibt es vor allem in den sozialen Netzwerken viele Besucher der Gamescom, die den Auftritt als höflich gesagt unangemessen kritisieren. Der Auftritt der Truppe polarisiert. Vielen Besucher der Spielemesse geht das eindeutig zu weit. Entsprechend häufen sich auch die negativen Wortmeldungen zum Beispiel bei Twitter und Facebook.

Anlaufpunkt für junge Leute

Die Gamescom ist ein Anlaufpunkt für junge Leute und damit verständlicherweise auch ein guter Platz für die Bundeswehr, für sich zu werben. Warum man das allerdings auch nach den Erfahrungen aus den vergangenen Jahren noch immer so unsensibel angeht, ist unklar.

Andere Veranstalter hatten sich dabei schon eindeutig gegen einen Auftritt der Bundeswehr bei ihren Events ausgesprochen. So hatte beispielsweise die re:publica in diesem Jahr der Bundeswehr eine Absage erteilt. Die Bundeswehr hatte anschließend mit einer Aktion vor dem re:publica-Veranstaltungsort für Ärger gesorgt, bei dem sie für mehr "Toleranz" warben.

Gamescom-Special Alle News zur Spielemesse in Köln Siehe auch:
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