Vodafone muss in Deutschland die "Schattenbibliothek" LibGen blocken
Provider-seitige Sperren standen in Deutschland bisher nicht unbedingt an der Tagesordnung, ein Urteil des Landgerichtes München hat nun aber eine derartige Blockade ausgesprochen. Demnach muss Vodafone die Library Genesis (LibGen) sperren, das ist der größte illegale Dienst für wissenschaftliche Werke.
Die nun ausgesprochene Sperre muss Vodafone umsetzen, sie basiert auf einer vom Landgericht München ausgesprochenen einstweiligen Verfügung. Die hatten mehrere wissenschaftliche Verlage, darunter Elsevier, Springer und Macmillan, erwirkt, sie hatten zahlreiche Urheberrechtsverletzungen als Basis genommen.
Vodafone hat den juristischen Zwang gegenüber Tarnkappe bestätigt und dem Blog folgendes Statement übermittelt: "Aufgrund einer von verschiedenen Wissenschaftsverlagen, Elsevier, Springer und Macmillan, erwirkten einstweiligen Verfügung, die am 18. Juli 2018 vom Landgericht München erlassen wurde, ist Vodafone aufgefordert worden, die Netzsperren sofort umzusetzen", so Vodafone-Pressesprecherin Heike Koring.
In der einstweiligen Verfügung geht es "um urheberrechtliche Ansprüche der Wissenschaftsverlage, die durch Dritte verletzt worden sind. Die Sperre wurde (durch Vodafone verzögerungsfrei) umgesetzt".
"Schattenbibliothek"
Laut einem Bericht des deutschen Blogs Tarnkappe (via TorrentFreak) hat Vodafone die Domains der "weltweit größten Schattenbibliothek" bereits gesperrt, auf regulärem Weg sind mehrere Zugangsmöglichkeiten zu LibGen derzeit nicht mehr erreichbar. Das Stichwort ist aber wie so oft "regulär", denn über VPNs oder das Tor-Netzwerk kann man LibGen nach wie ohne allzu große Probleme erreichen.Vodafone hat den juristischen Zwang gegenüber Tarnkappe bestätigt und dem Blog folgendes Statement übermittelt: "Aufgrund einer von verschiedenen Wissenschaftsverlagen, Elsevier, Springer und Macmillan, erwirkten einstweiligen Verfügung, die am 18. Juli 2018 vom Landgericht München erlassen wurde, ist Vodafone aufgefordert worden, die Netzsperren sofort umzusetzen", so Vodafone-Pressesprecherin Heike Koring.
In der einstweiligen Verfügung geht es "um urheberrechtliche Ansprüche der Wissenschaftsverlage, die durch Dritte verletzt worden sind. Die Sperre wurde (durch Vodafone verzögerungsfrei) umgesetzt".
Weitere ISPs folgen wohl
Mit der Vodafone-Sperre ist die Angelegenheit sicherlich noch nicht zu Ende, es ist zu erwarten, dass auch andere deutsche Provider Post von Anwälten der Wissenschaftsverlage erhalten werden.
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