Versehentlich verbrannt: Nasa fand vor 40 Jahren Hinweise auf Leben

Modell, Atome, Molekül Bildquelle: Flickr: net_efekt
Der Nasa-Rover Curiosity hatte auf dem Mars komplexe organische Moleküle entdeckt und damit zumindest die Voraussetzung für Leben bestätigt. Laut einem Bericht hatte die Nasa aber schon vor 42 Jahren bei der Viking-Mission ähnliche Werte registriert - der wertvolle Fund war dann aber von der ferngesteuerten Maschine bei einer Datenanalyse verbrannt worden.

Das Rätsel von den Molekülen im Ofen

Vor 42 Jahren standen die Nasa-Wissenschaftler vor einem echten Rätsel. Die Mission Viking war mit zwei Ladeeinheiten auf dem roten Planeten gelandet und hatte dabei auch einen Ofen zur Gesteinsanalyse mit an Bord. Schon damals galt es wissenschaftlich als erwiesen, dass in leblosen Mikrometeoriten und aus Staubpartikeln organische Moleküle aus dem All auf die Marsoberfläche fallen und deshalb auch nachweisbar sein sollten. Nasa Viking Lander 1Viking Lander 1: Hat wohl Hinweise auf Leben schon vor 40 Jahren gefunden Als das Massenspektrometer der Messstation der Sonde dann tatsächlich einen solchen Fund meldete, entstand darum aber eine echte wissenschaftliche Kontroverse um den Ursprung des organischen Materials. Vor vier Jahrzehnten setzte sich dann die kritische Analyse durch, dass Viking die organischen Moleküle wohl schon von der Erde mitgebracht haben musste.

Ein Team von Wissenschaftlern um Christopher McKay vom Ames Research Center der NASA will das Rätsel aber jetzt endgültig aufklären können. Wie eine genaue Analyse der Daten zeigen soll, hat mindestens eine Landeeinheit von Viking demnach tatsächlich organisches Material aufspüren können, den wertvollen Fund dann aber wohl bei einer Untersuchung im eingebauten Analyse-Ofen verbrannt.

Neues Material macht es denkbar

Wie Spektrum schreibt, wird dieses außergewöhnliche Versehen durch ein Material erklärbar, das die Nasa erst 2008 auf dem Mars entdeckt hat. Damals hatte die Landesonde Phoenix sogenannte Perchlorate aufgedeckt, das sind Chlor-Salze, die auf der Erde wegen ihrer Entzündlichkeit in Feuerwerkskörpern eingesetzt werden. Auf dem Mars sind diese wegen der niedrigen Temperaturen aber sehr viel stabiler. Da der Ofen des Vikinglanders Proben auf bis zu 500 Grad erhitzte, "wären diese Moleküle beim Erhitzen einfach zerrissen", so McKay.


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