Mars-Update: Wetterlage immer extremer, die Rover trotzen & sammeln

Nasa, Mars, Curiosity, rover, Sandsturm Bildquelle: Nasa
Seit Juni tobt auf dem Mars ein besonders heftiger Sandsturm, der sich zu einer planetenweiten Wetterlage ausgeweitet hat, die den roten Planeten aktuell in einen grauen Ball verwandelt. Wie die Nasa jetzt mitteilt, geht man davon aus dass die auf der Oberfläche aktiven Rover die extreme Situation unbeschadet überstehen werden - und während­dessen auch noch interessante Daten liefern.

Opportunity bleibt im Ruhemodus, wird aber überleben

Unter der Überschrift "Nach 14 Jahren vor dem Aus: Rover Opportunity kämpft ums Überleben" haben wir im Juni darüber berichtet, dass sich auf dem Mars ein sehr großer Sturm zusammengebraut hatte, der wegen der immensen Staubaufwirbelung die Energieversorgung des Marsrovers über seine Solarzellen bedroht - der benötigt diese Energie, um in der kalten Mars-Nacht seine Bauteile zu beheizen. Wie die Nasa mitteilt, hat sich die Wetterlage auf dem Mars weiter zugespitzt und hat jetzt planetenweite Auswirkungen. Marsrover OpportunityDiese Karte des Mars zeigt einen wachsenden Staubsturm vom 6. Juni 2018. Die Karte wurde von einer Kamera auf der Raumsonde Mars Reconnaissance Orbiter erstellt. Der blaue Punkt zeigt den ungefähren Standort der Opportunity an. Seit Ende Juni stuft die Nasa den Mars-Sturm als sogenanntes "planetenumfassendes Staubereignis" (englisch kurz PEDE) ein, dessen Ende aktuell noch nicht abzusehen ist. Was zunächst nach einer schlechten Nachricht für Opportunity klingt, kann man laut aktuellen Erkenntnissen der Nasa-Wissenschaftler nur als "Glück im Unglück" bezeichnen. So senke der Sandsturm die Tagestemperatur zwar deutlich, der ungewöhnlich bedeckte Himmel wirke in der Nacht aber wie eine Isolierung, der die Abkühlung abgemildert. Die Wissenschaftler sind deshalb guter Hoffnung, dass Opportunity den Sturm übersteht. Nasa Rover Curiosity Auch um Curiosity wir es immer staubiger

Curiosity kann weiter machen

Während Opportunity im Sturm im Minimalbetrieb ausharrt, kann die Nasa mit dem Rover-Kollegen Curiosity fleißig Daten über das Wetter auf dem Mars sammeln. "Während Opportunity mit Sonnenlicht betrieben wird, das an seiner aktuellen Position durch Staub geblockt wird, hat Curiosity eine nuklear-betriebene Batterie, die Tag und Nacht läuft", so die Nasa. Beim letzten planetenweiten Wetterphänomen dieser Art im Jahr 2007 war Curiosity noch nicht auf dem Mars gelandet. Deshalb habe der Rover jetzt die beispiellose Möglichkeit, die Frage zu beantworten, warum manche Stürme auf dem Mars Monate andauern und extreme Größe erreichen, während andere klein bleiben und nur eine Woche andauern. Der aktuelle Wetterkrimi auf dem Mars wird auf jeden Fall noch weiter andauern. Nasa, Mars, Curiosity, rover, Sandsturm Nasa, Mars, Curiosity, rover, Sandsturm Nasa
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