20 GBit/s und 1 ms Latenz:
5G-Spezifikationen nach drei Jahren fertig
Der aufwendige Prozess der Festlegung auf international gültige Spezifikation für den neuen Mobilfunkstandard 5G ist abgeschlossen. Nach drei Jahren konnten sich jetzt Vertreter aller beteiligten Branchen auf die letzten Standards einigen, die die fünfte Generation des Mobilfunkstandards mitbringen soll.
Infografik: Revitalisiert 5G den Smartphone-Markt?
Demnach haben sich über 600 Vertreter von Netz- und Mobilfunkbetreibern, Zulieferunternehmen sowie Chip- und Smartphone-Herstellern bereits Mitte Mai im kalifornischen La Jolla zu einer Konferenz zusammengefunden, bei der der letzte große Teil der 5G-Spezifikationen fertiggestellt werden sollte. Das Ergebnis, das die 3GPP nicht ohne Stolz vermeldet: Genau wie im Zeitplan festgelegt kann man jetzt nach drei Jahren Entwicklungsarbeit den Prozess der Spezifikation von 5G komplett abschließen.
Wie die 3GPP betont, sei es jetzt der gesamten Industrie möglich, zum ""finalen Sprint zur Kommerzialisierung" anzusetzen. Im letzten Schritt hatten sich die Industrievertreter auf den sogenannten Standalone Release 15 (kurz SA) geeinigt, der die Entwicklungen von 5G-Techniken möglich macht, die nicht in Abhängigkeit zu 4G stehen. Im Kern liefert die SA-Spezifikation eine neue Ende-zu-Ende-Netzwerk-Architektur (NG-Core), die sich durch besonders kurze Latenzzeiten auszeichnet. 3GPP sieht hier die Grundlage für viele "neue Geschäftsmodelle" und eine "neue Ära", die besonders für den Industriebereich durch weitreichende Vernetzung viele neue Möglichkeiten mitbringt.
Großer Mobilfunk-Vergleichs-Rechner
5G setzt zum "finalen Sprint zur Kommerzialisierung" an
Die Entwicklung eines neuen Mobilfunkstandards, der fast rund um den Globus seinen Dienst tun soll, ist ein aufwendiger Prozess. Vor Kurzem konnten wir unter der Überschrift "5G bis 2020, Anbieterwechsel & mehr: EU einigt sich auf Telecom-Regeln" darüber berichten, dass die politischen Voraussetzungen für den Betrieb von 5G-Netzen in der EU bis 2020 geschaffen sein sollen. Jetzt kann die Standardisierungsorganisation 3GPP laut heise vermelden, dass man nach drei Jahren Entwicklung das erste und wichtigste Etappenziel für die technische Umsetzung der fünften Mobilfunkgeneration erreicht hat.Infografik: Revitalisiert 5G den Smartphone-Markt?
Demnach haben sich über 600 Vertreter von Netz- und Mobilfunkbetreibern, Zulieferunternehmen sowie Chip- und Smartphone-Herstellern bereits Mitte Mai im kalifornischen La Jolla zu einer Konferenz zusammengefunden, bei der der letzte große Teil der 5G-Spezifikationen fertiggestellt werden sollte. Das Ergebnis, das die 3GPP nicht ohne Stolz vermeldet: Genau wie im Zeitplan festgelegt kann man jetzt nach drei Jahren Entwicklungsarbeit den Prozess der Spezifikation von 5G komplett abschließen.
Wie die 3GPP betont, sei es jetzt der gesamten Industrie möglich, zum ""finalen Sprint zur Kommerzialisierung" anzusetzen. Im letzten Schritt hatten sich die Industrievertreter auf den sogenannten Standalone Release 15 (kurz SA) geeinigt, der die Entwicklungen von 5G-Techniken möglich macht, die nicht in Abhängigkeit zu 4G stehen. Im Kern liefert die SA-Spezifikation eine neue Ende-zu-Ende-Netzwerk-Architektur (NG-Core), die sich durch besonders kurze Latenzzeiten auszeichnet. 3GPP sieht hier die Grundlage für viele "neue Geschäftsmodelle" und eine "neue Ära", die besonders für den Industriebereich durch weitreichende Vernetzung viele neue Möglichkeiten mitbringt.
Alles wird schneller
Balázs Bertényi, Chairman der 3GPP-Arbeitsgruppe TSG RAN, zeichnet für Kunden ein rosiges Bild und erwartet "dramatische Steigerungen" bei Mobilfunkgeschwindigkeiten und Kapazitäten. Bertényi schätzt, dass jetzt vielleicht sogar noch vor 2020 erste Netze mit Spitzendatenraten von 10 GBit/s möglich sind, die später dann bis zu 20 GBit/s bieten könnten. Für Industriekunden sei aber vor allem auch die geringe Latenz von Interesse, die je nach Anwendung und eingesetzter Technik auf bis zu 1 Millisekunde sinken kann.Großer Mobilfunk-Vergleichs-Rechner
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