"Befreit Fortnite": Sony äußert sich endlich, hat aber nur lahme Antwort

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Diese Woche findet in Los Angeles die Spielemesse E3 statt. Dort hat Epic Games die Switch-Version seines Megahits Fortnite vorgestellt und auch gleich gestartet. PS4-Besitzer, die auch die neue Nintendo-Konsole zu Hause haben, mussten dabei aber eine Überraschung erleben, denn ein mit Sony-Diensten verknüpftes Fortnite-Konto lässt sich nicht auf der Switch nutzen.

Es hagelt Kritik

Sonys ablehnende Haltung zum Thema Konsolen-übergreifendes Spielen ist hinlänglich bekannt, doch aktuell scheint der japanische Konzern den Bogen überspannt zu haben. Denn es hagelt von allen Seiten Kritik, weil PS4-Gamer ihren Spielfortschritt nicht auf die Nintendo Switch "mitnehmen" können. Entsprechend wird Sony derzeit in Medien, Foren und auf diversen sozialen Kanälen mit Kritik bombardiert, viele sind der Ansicht, dass Sony hier die Arroganz des Marktführers zu weit treibt.

Das Unternehmen hat zunächst versucht, die Angelegenheit auszusitzen und hat sich mit keinem Wort dazu geäußert. Das war aber nicht von Erfolg gekrönt, also blieb den Japanern nichts anderes übrig als sich gegenüber der BBC dazu zu äußern.


Ein Ohr offen, das andere zu

Als zufriedenstellend kann man diese aber wohl kaum bezeichnen, das Wort ausweichend trifft die Sache wohl am besten. So teilte man mit, dass man "stets ein offenes Ohr hat, was die PlayStation-Community sagt, um ihr Spielerlebnis verbessern zu können", so der PS4-Macher. Es folgt jede Menge Eigenlob und der Verweis auf 79 Millionen verkaufte PS4 sowie 80 Millionen monatlicher aktiver Nutzer auf dem PlayStation Network.

Sony weiter: "Wir bieten auch Fortnite-Cross-Play-Unterstützung mit PC, Mac, iOS und Android, damit erweitern wir die Möglichkeiten für Fortnite-Fans auf der PS4, mit mehr Gamern auf anderen Plattformen spielen zu können." Auf die eigentliche Kritik geht man indes mit keinem Wort ein, "stets ein offenes Ohr" bedeutet also wohl auch, dass das andere geschlossen bleibt.

Erfolgreich ist die Strategie des selektiven Weghörens aber nicht: Denn das Unternehmen kann derzeit keinen einzigen Tweet veröffentlichen (auf @Sony und @PlayStation), ohne von PS4-Spielern mit "Befreit Fortnite"-Antworten bombardiert zu werden.

Nintendo und Microsoft legen ihren Kunden keine derartigen Einschränkungen in den Weg. Reggie Fils-Aime, Nordamerika-Chef von Nintendo, sagte dazu gegenüber IGN: "Was Mitbewerber machen ist ihre Entscheidung. Wir aber glauben daran, dass Entwickler- und Fan-Freundlichkeit im besten Sinne eines Spieles ist."
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