Chip-Chaos: Intel könnte Broadcom kaufen - und Qualcomm gleich mit
Der US-Halbleitergigant Intel erwägt offenbar, sich aktiv in das Ringen um die Übernahme des Konkurrenten Qualcomm durch den Chipkonzern Broadcom einzumischen. Unter anderem soll dabei auch ein Übernahmeangebot für Broadcom zur Debatte stehen.
Während Broadcom seit einigen Wochen versucht eine feindliche Übernahme von Qualcomm durchzuziehen, prüft Intel laut einem Bericht des Wall Street Journal aktuell seine Optionen. Dabei kommen neben einer Reihe anderer möglicher Übernahmekandidaten auch drastische Maßnahmen wie ein Kaufangebot für Broadcom in Frage.
Sollte Intel tatsächlich ein Übernahmeangebot für Broadcom abgeben, würde man im Umkehrschluss möglicherweise sogar zum Besitzer von Qualcomm werden, sollte zuvor der aktuell laufende Übernahmekampf zugunsten von Broadcom verlaufen. Insgesamt würde sich ein Geschäft von enormer Komplexität ergeben, das zudem auch extrem teuer werden dürfte.
Broadcom hat aktuell einen Börsenwert von fast 110 Milliarden US-Dollar, während Intel es auf immerhin 245 Milliarden Dollar bringt. Qualcomm hingegen ist gut 93 Milliarden Dollar wert. Um einen solchen Megadeal durchzuziehen, müsste Intel mangels nicht ausreichender Bargeldreserven wohl auf Aktien als zusätzliches Zahlungsmittel zurückgreifen.
Intel wiederum macht Qualcomm das Leben schwer, indem man versucht, seine Mobilfunk-Modems in den Geräten von Herstellern unterzubringen, die bisher auf Qualcomm-Technik setzten. Zuletzt konnte Intel dabei einen riesigen Erfolg verzeichnen, denn Apple verwendet seine Modems nun in den jüngsten iPhone-Modellen. Durch den Wegfall großer Bestellungen von Apple verlor Qualcomm so eine seiner wichtigsten Einnahmequellen.
Sollte Intel tatsächlich ein Übernahmeangebot für Broadcom abgeben, könnte man möglicherweise auch Qualcomm mit übernehmen, wodurch sich ein riesiger Konzern mit extrem breitem Produktportfolio entwickeln würde. Dann würde es ARM- und x86-CPUs aus einer Hand geben, wobei das so entstehende Unternehmen in beiden Bereichen eine absolut dominierende Position hätte. Es gilt daher als unwahrscheinlich, dass das Vorhaben tatsächlich gelingt, schließlich dürften die Wettbewerbsbehörden diverser Länder erhebliche Einwände vorzubringen haben.
Übernahmepläne seit Ende 2017 in der Schublade
Angeblich arbeitet Intel bereits seit Ende 2017 zusammen mit einer Reihe von Beratern an entsprechenden Plänen, wobei alles andere als sicher ist, dass der Halbleiterhersteller sein Vorhaben auch umsetzt. Letztlich geht es vor allem darum, die durch den Zusammenschluss von Broadcom und Qualcomm entstehende Bedrohung durch einen dann erheblich größeren Konkurrenten zu bekämpfen.Sollte Intel tatsächlich ein Übernahmeangebot für Broadcom abgeben, würde man im Umkehrschluss möglicherweise sogar zum Besitzer von Qualcomm werden, sollte zuvor der aktuell laufende Übernahmekampf zugunsten von Broadcom verlaufen. Insgesamt würde sich ein Geschäft von enormer Komplexität ergeben, das zudem auch extrem teuer werden dürfte.
Broadcom hat aktuell einen Börsenwert von fast 110 Milliarden US-Dollar, während Intel es auf immerhin 245 Milliarden Dollar bringt. Qualcomm hingegen ist gut 93 Milliarden Dollar wert. Um einen solchen Megadeal durchzuziehen, müsste Intel mangels nicht ausreichender Bargeldreserven wohl auf Aktien als zusätzliches Zahlungsmittel zurückgreifen.
Intel & Qualcomm sind harte Konkurrenten
Die jetzt gestreuten Gerüchte sind vor allem deshalb kurios, weil Intel und Qualcomm traditionell harte Konkurrenten sind. Während Intel mit seinen x86-Prozessoren den schwächelnden PC-Markt dominiert, ist Qualcomm nicht nur der dominierende Anbieter von Smartphone-Plattformen, sondern versucht seit einiger Zeit auch ARM-basierte Chips als Basis für Windows-Systeme zu etablieren und greift damit Intel direkt an.Intel wiederum macht Qualcomm das Leben schwer, indem man versucht, seine Mobilfunk-Modems in den Geräten von Herstellern unterzubringen, die bisher auf Qualcomm-Technik setzten. Zuletzt konnte Intel dabei einen riesigen Erfolg verzeichnen, denn Apple verwendet seine Modems nun in den jüngsten iPhone-Modellen. Durch den Wegfall großer Bestellungen von Apple verlor Qualcomm so eine seiner wichtigsten Einnahmequellen.
Sollte Intel tatsächlich ein Übernahmeangebot für Broadcom abgeben, könnte man möglicherweise auch Qualcomm mit übernehmen, wodurch sich ein riesiger Konzern mit extrem breitem Produktportfolio entwickeln würde. Dann würde es ARM- und x86-CPUs aus einer Hand geben, wobei das so entstehende Unternehmen in beiden Bereichen eine absolut dominierende Position hätte. Es gilt daher als unwahrscheinlich, dass das Vorhaben tatsächlich gelingt, schließlich dürften die Wettbewerbsbehörden diverser Länder erhebliche Einwände vorzubringen haben.
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