Provokantes Memo eines Managers setzt Facebook erneut unter Druck
Facebook wird bereits seit einiger Zeit kritisiert, nachdem Nutzerdaten von Cambridge Analytica abgegriffen und verwendet werden konnten. Jetzt sieht sich das soziale Netzwerk aufgrund eines provokanten Memos des Managers Andrew Bosworth erneut massiv unter Druck gesetzt.
Das interne Memo wurde von Buzzfeed veröffentlicht und schon im Juni 2016 angelegt. Facebook-Manager Andrew Bosworth ist dafür bekannt, seine Meinung provokant zu äußern. Er stellt in dem Memo eine Ansicht dar, welche das Wachstum der Plattform über die Sicherheit der Nutzer stellt. Die Vernetzung von Menschen kann positive sowie auch negative Konsequenzen haben. Da es aber grundsätzlich "gut" sei, Menschen miteinander zu verbinden, wird dabei auch der Tod von Personen als Folge von Mobbing oder eines über den Dienst organisierten Terroranschlags in Kauf genommen.
Auch Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat sich gegen die Äußerungen ausgesprochen. Laut seinen eigenen Angaben war das Unternehmen "nie der Überzeugung, dass der Zweck die Mittel heiligt". Das Ziel, Menschen zu verbinden, sei an sich noch nicht genug. "Wir müssen auch daran arbeiten, die Menschen näher zusammenzubringen", erklärte Zuckerberg.
Bosworth widerspricht seinen Äußerungen
Inzwischen hat sich Andrew Bosworth selbst zu dem Memo geäußert. Auf Twitter versichert er, dass er sowohl heute als auch damals nicht mit den Inhalten einverstanden gewesen ist. Das Memo sollte lediglich einige Dinge provokativ zum Ausdruck bringen, um eine Debatte innerhalb des Unternehmens zu starten. Außerdem soll es sich ihm zufolge um einen der unpopulärsten Texte handeln, welche er jemals geschrieben hat. Während anonyme Quellen die negativen Reaktionen der Mitarbeiter bestätigen, berichten andere Medien sogar darüber, dass der Text "intern ungeheuer populär" gewesen sei.Auch Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat sich gegen die Äußerungen ausgesprochen. Laut seinen eigenen Angaben war das Unternehmen "nie der Überzeugung, dass der Zweck die Mittel heiligt". Das Ziel, Menschen zu verbinden, sei an sich noch nicht genug. "Wir müssen auch daran arbeiten, die Menschen näher zusammenzubringen", erklärte Zuckerberg.
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