Cam-Hoffnung Lytro endet teils in Google, teils als Ende mit Schrecken

Kamera, Technologie, Lytro Bildquelle: Lytro
Für den Kameraspezialisten Lytro, dessen Entwicklungen vielfach gelobt und selten gekauft wurden, gibt es nun wohl doch noch ein gütiges Ende: Die Firma, die bei Nutzern vor allem durch ihre Lichtfeld-Kameras bekannt wurde, soll jetzt von Google gekauft worden sein. Der berichtet das US-Magazin TechCrunch unter Berufung auf mehrere Quellen. Die Kameras des Unternehmens zeichneten mit mehreren Optiken deutlich mehr Bildinformationen auf als herkömmliche Systeme. Dadurch war es unter anderem möglich, den Fokus und die Tiefenschärfe während der Nachbearbeitung eines Bildes zu verändern. Die Produkte erregten zwar einiges Aufsehen, kommerziell erfolgreich waren sie aber nicht, da kaum jemand die hohen Anschaffungskosten tragen wollte, um die Funktionalität zu erhalten, die kurze Zeit später ohnehin auch schon von ersten Smartphones kopiert wurde.

Lytro verlegte sich daher letztlich darauf, die Erfahrungen mit der Technologie zu nutzen, um Kamera-Systeme zu entwickeln, mit denen sich Aufnahmen für Virtual Reality-Anwendungen anfertigen ließen. Und dies dürfte nun wohl ausschlaggebend dafür gewesen sein, dass Google ein Auge auf das Unternehmen geworfen hat. Denn der Konzern arbeitet ebenfalls an verschiedenen VR-Technologien.


Investoren verlieren kräftig

Uneinig sind sich die Quellen allerdings hinsichtlich der Details. Laut einem Bericht sollen lediglich die Technologien und Firmenwerte für 40 Millionen Dollar an Google veräußert worden sein. Andere sprechen von lediglich 25 Millionen Dollar - und darüber, dass Teile der Firma auch an Apple oder Facebook abgegeben wurden. Klar scheint lediglich zu sein, dass auf jeden Fall nicht alle bisherigen Mitarbeiter bei einem der großen IT-Konzerne landen, sondern einige entweder entlassen wurden oder selbst gekündigt haben.

Was außerdem feststehen dürfte, ist die Tatsache, dass das Ende Lytros als eigenständiges Unternehmen für die Investoren so etwas wie ein Ende mit Schrecken ist. Insgesamt sind rund 200 Millionen Dollar in die Firma geflossen und noch bei der letzten Finanzierungsrunde im vergangenen Jahr soll Lytro auf einen Wert von 360 Millionen Dollar taxiert worden sein. Geldgeber wie Andreessen Horowitz, Foxconn und Qualcomm Ventures dürften ihre Beiträge also wohl größtenteils abschreiben können. Kamera, Technologie, Lytro Kamera, Technologie, Lytro Lytro
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