Rückbau: Telekom kündigt tausende VDSL-Anschlüsse in Niedersachsen
Der Breitbandausbau treibt mancherorts merkwürdige Blüten. Nun ist ein neuer Fall bekannt geworden, bei dem die Deutsche Telekom massenweise Kündigungen rausschickt, weil sie sich mit dem zuständigen Netzausbauer EWE nicht auf Mietkonditionen einigen konnte.
Von dem Fall im Nordwesten Niedersachsens hat jetzt der NDR berichtet, es ist nicht der erste Fall dieser Art. Demnach hat die Telekom vor, rund 30.000 Kunden ihre VDSL-Anschlüsse zu kündigen. Die Verträge könnten laut Telekom aktuell nicht mehr inhaltlich fortgeführt werden (nicht mit der vereinbarten Bandbreite) und müssten auf Verbindungen mit 16 MBit/s (ADSL) herabgestuft werden. Hintergrund sind im Prinzip Probleme bei den Zuständigkeiten - die Telekom ist in dem betreffenden Gebiet darauf angewiesen, sich in das Netz von EWE einzumieten. EWE treibt den Breitbandausbau voran.
Der Rückbau sei nur auf die Entscheidung der Bundesnetzagentur zurückzuführen, die den Breitbandausbau und deren Ausführungen regelt. Schon im vergangenen Jahr waren vermehrt Fälle in Rheinland-Pfalz und Thüringen bekannt geworden, bei denen die Telekom den Rückbau betreibt.
Update: Die Telekom hat in einem eigenen Blog-Beitrag wenige Tage nach unserem Bericht die technischen Hintergründe erklärt, aus denen es zu den Kündigungen in Niedersachsen kommt, um Licht in das Dunkle rund um den Netzausbau zu bringen.
Zudem nennt das Unternehmen jetzt konkrete Zahlen. Betroffen von den Änderungen sind demnach knapp 10.000 Anschlüsse in Niedersachsen. In Bereichen, die die Telekom selbst ausbaut, kommt es dabei zu keinerlei Änderungen. Mietverträge mit den Ausbaupartnern vor Ort, wie beispielsweise EWE, bestehen laut Telekom "leider noch nicht in allen Fällen". Warum das so ist, lässt die Telekom offen, unterstreicht aber, dass es keinen Streit um die Konditionen gäbe, wie wir zunächst berichtet haben. Kündigungen werden demnach erst ausgesprochen, wenn die Kunden nicht mit einer Übergangslösung (Herabstufung in der Ausbauphase) einverstanden sind oder sich nicht auf die Schreiben der Telekom zurückmelden. Update Ende. Infografik: Top 10-Breitband-Länder weltweit
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Querelen beim Breitbandausbau
Man hat sich aber bisher nicht auf entsprechende Rahmenbedingungen einigen können, heißt es aus Branchenkreisen. Wahrscheinlich scheitern die Verhandlungen am Preis, was nun auf dem Rücken der Kunden ausgetragen wird. Die Telekom betreibe daher nun den Rückbau vor Ort. Über die Zahl der betroffenen Haushalte gibt es keine offiziellen Zahlen. Es ist aber nicht das erste Mal, dass Kunden nicht nur in Einzelfällen die Opfer der Unternehmenspolitik werden. Die Querelen beim Breitbandausbau nehmen zu, wobei die Unternehmen den schwarzen Peter klar immer jemand anderem zuweisen.Der Rückbau sei nur auf die Entscheidung der Bundesnetzagentur zurückzuführen, die den Breitbandausbau und deren Ausführungen regelt. Schon im vergangenen Jahr waren vermehrt Fälle in Rheinland-Pfalz und Thüringen bekannt geworden, bei denen die Telekom den Rückbau betreibt.
Man mache das nicht aus Jux und Dollerei
Ein Telekom-Pressesprecher wollte gegenüber dem NDR keine konkrete Zahl nennen. Den Vorgang als solchen bestätigte er aber und fügte hinzu: "Wir machen das nicht aus Jux und Dollerei."Update: Die Telekom hat in einem eigenen Blog-Beitrag wenige Tage nach unserem Bericht die technischen Hintergründe erklärt, aus denen es zu den Kündigungen in Niedersachsen kommt, um Licht in das Dunkle rund um den Netzausbau zu bringen.
Zudem nennt das Unternehmen jetzt konkrete Zahlen. Betroffen von den Änderungen sind demnach knapp 10.000 Anschlüsse in Niedersachsen. In Bereichen, die die Telekom selbst ausbaut, kommt es dabei zu keinerlei Änderungen. Mietverträge mit den Ausbaupartnern vor Ort, wie beispielsweise EWE, bestehen laut Telekom "leider noch nicht in allen Fällen". Warum das so ist, lässt die Telekom offen, unterstreicht aber, dass es keinen Streit um die Konditionen gäbe, wie wir zunächst berichtet haben. Kündigungen werden demnach erst ausgesprochen, wenn die Kunden nicht mit einer Übergangslösung (Herabstufung in der Ausbauphase) einverstanden sind oder sich nicht auf die Schreiben der Telekom zurückmelden. Update Ende. Infografik: Top 10-Breitband-Länder weltweit
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